Hermann Wilkens zum NFV-Ehrenmitglied ernannt – Lebenswerk für den Fußball gewürdigt
Der Papenburger Hermann Wilkens ist auf dem jüngsten Verbandstag des
Niedersächsischen Fußballverbandes in Barsinghausen zum Ehrenmitglied ernannt worden.
Der langjährige Vorsitzende der NFV-Ehrenamtskommission ist damit das 15. Mitglied in
dem erlesenen Kreis von Persönlichkeiten, die den niedersächsischen Fußball über
Jahrzehnte in herausragender Art und Weise geprägt haben. Neben Wilkens durfte sich
auch der Osnabrücker Bernd Domurat, der die vergangenen zwölf Jahren den
Verbandsschiedsrichterausschuss geleitet hatte, über die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft
freuen.
Insgesamt stellt der NFV-Bezirk Weser-Ems nunmehr sechs NFV-Ehrenmitglieder. Zuvor
wurde diese Ehre Ferdi Dunker (Dinklage, von 2008 bis 2014 NFV-Vizepräsident), Walter
Fricke (Westoverledingen, von 2002 bis 2021 Vorsitzender des
Verbandsjugendausschusses), Eugen Gehlenborg (Garrel, von 2005 bis 2011 1.
Vizepräsident des NFV) und Dieter Ohls (Schortens, von 2014 bis 2023 NFV-Vizepräsident)
zuteil.
In seiner Laudatio, mit der er Hermann Wilkens den Delegierten für die Ernennung zum
Ehrenmitglied vorschlug, ging NFV-Präsident Ralph-Uwe Schaffert ausführlich auf den
Lebensweg des Papenburgers ein, der in Neubörger aufwuchs. Als der dortige Sportverein
1971 zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte einen „Fußballer des Jahres“ wählte,
erhielt Wilkens die meisten Stimmen. Mit gerade mal 21 Jahren war er, zunächst als
Mittelstürmer, dann als Libero, bereits das Gesicht der 1. Herrenmannschaft, die er zwei
Jahre später als Mannschaftskapitän sogar zum Aufstieg in die Bezirksklasse führte.
In dieser Spielklasse lief er ab 1977 auch für den FC Germania 08 aus Papenburg auf. Den
Germanen blieb Wilkens auch nach dem Ende seiner aktiven Karriere verbunden. Als
Jugendtrainer, unter anderem beim SV Neubörger, beim FC Germania 08 sowie beim SuS
Rhede, als 3. sowie 2. Vorsitzender und nicht zuletzt als Mitglied im Fusionsausschuss, der
1994 den Zusammenschluss mit dem Erzrivalen SV Amisia 09 realisierte. Beim neu
gegründeten SC Blau-Weiß Papenburg wirkte Wilkens bis 2000 als Geschäftsführer und
anschließend bis 2005 als 1. Vorsitzender.
Hermann Wilkens liebt es plattdeutsch zu sprechen. „Platt lutt moj“ (Platt klingt schön) ist
sein Motto. Zudem hat er ein Faible für die englische Sprache, die er nach dem Abi
zusammen mit Geschichte auf Lehramt studierte. Damit legte er den Grundstein für seine
berufliche Tätigkeit, während der er zum Rektor der Ludgerus-Schule Rehde aufstieg, einer
Grund- und Oberschule. Diesen Posten bekleidete er 28 Jahre lang bis zu seiner
Verabschiedung in den Ruhestand im Januar 2015.
Auf Ebene des NFV-Kreises Emsland startete sein ehrenamtliches Engagement im Fußball
1988 als C-Jugendstaffelleiter. Lange wirkte er im Kreisjugendausschuss, ehe er 2003
stellvertretender Kreisvorsitzender wurde und dieses Amt in den folgenden 18 Jahren bis
2021 ausübte. Zudem engagierte er sich über viele Jahre als Vizepräsident des
Kreissportbundes Emsland für den Bereich Sportentwicklung.
Aus seinen Tätigkeiten ragt insbesondere das Engagement für das Ehrenamt heraus. Von
2010 bis 2021 war er Kreisehrenamtsbeauftragter im Emsland und von 2011 bis 2026
Vorsitzender der NFV-Kommission Ehrenamt und damit Landesehrenamtsbeauftragter.
Darüber hinaus gehörte Wilkens von 2013 bis 2025 der DFB-Kommission Ehrenamt in
Frankfurt an und brachte seine Erfahrung auch auf Bundesebene ein.
In diesen Funktionen wurde er, so NFV-Präsident Ralph-Uwe Schaffert in seiner Laudatio
auf Wilkens, „zu einem Botschafter des ehrenamtlichen Engagements, wie man ihn sich
besser kaum vorstellen kann.“
Wie ein Apostel zog der Papenburger durch die Lande und verkündete mantrahaft die
Wichtigkeit der Ehrenamts-Viererkette, die aus den Eckpfeilern Gewinnen, Qualifizieren,
Binden und Verabschieden besteht. „Diese Viererkette ist unsere Bibel. Ihre Inhalte sollte
jeder kennen.“
Text und Foto via KSB
