JACOB BRASS – CIRCLETOWN

Jacob Brass kommt aus München. Nicht unbedingt bekannt für Singer/Songwriter, die englische Texte schreiben und internationale Popmusik machen.

Um zu verstehen, dass es für Jacob trotzdem das natürlichste ist, genau das zu tun, muss man sein neues Album Circletown hören.
Nicht nur einmal, sondern immer wieder. Wenn man sich auf die Reise durch 10 Song Stationen einlässt, stellt man mit Freude fest, dass hier niemand versucht, jemand anderes zu sein oder auf den rasenden Zug moderner Pop-Produktionen aufzuspringen.

Nein, hier wird ein unverfälschtes, präzises Portrait einer Persönlichkeit sichtbar wie ein perfektes Mosaik, das aus Jacobs eigenen Prägungen, Einschnitten wie Glücksmomenten, Familienlast und Vaterfreude, Verlust und Verbundenheit in 34 ereignisvollen Jahren zusammengesetzt
ist. Das ist es, was dieses Album so einzigartig macht: Man hat immer das Gefühl, da ist jemand zu 100 Prozent bei sich geblieben und hat es geschafft, seinem Zuhörer von sich zu erzählen – kein Wunder, dass Jacob das Album in Eigenregie aufgenommen, eingespielt und produziert hat. Man denkt gleichzeitig nie, dass einen das alles nichts angeht, man wird viel mehr hineingezogen in den Strudel aus Jacobs Erfahrungen und
wunderschönen Melodien und vermischt sie mit seinen eigenen Erinnerungen und Gefühlen.

Und so findet man seinen ganz persönlichen Weg nach Circletown.
Es ist bereits Jacobs dritte Veröffentlichung, nach dem Album ‚a stubborn child’ 2011, mit dem er als Support für viele nationale und internationale Künstler wie Katie Melua, Tina Dico, Ron Sexsmith oder Rea Garvey lange auf Tour war, und der Somewhere in between EP In den darauffolgenden Jahren hat der Sänger sich anderen Dingen gewidmet, war Teil
der Liveband eines deutschen Popstars, als Musikcoach bei einer Fernsehsendung oder hat Filmmusik für Amazon Produktionen geschrieben, doch irgendwann war der Drang, sich wieder mit eigener Musik auszudrücken, so groß, dass Jacob sich in seinen Studioraum
zurückgezogen hat, um mit der Arbeit an Circletown zu beginnen: Manche Stücke wurden von Jacob in einem Take ohne Unterbrechung eingespielt, um sie möglichst lebendig wirken zu lassen. Anderes wurde auf einer 70er Jahre Bandmaschine aufgenommen, um den natürlichen Klang der Aufnahme zu bewahren. Eins war diesmal klar: Es soll bei diesem
Album kein anderes Ziel verfolgt werden, als so echt, persönlich und unverfälscht wie möglich zu klingen. Ohne Einfluss von Außen, allein von Innen kommend. Und das kann man von Beginn an hören!

Der erste Song Reason beschreibt Jacobs Gefühl, alles für einen Menschen tun zu wollen, wie eine Befreiung aus der Suche nach dem Sinn, Mystery Road zieht den Zuhörer sofort in einen Slow-motion Roadmovie durch Jacobs Familienstammbaum und Thailand beschreibt bittersüß Jacobs Auffassung von Verbundenheit und Liebe.

Wenn man ihn so singen hört, hört man niemand anderen, das kann nur er selbst so ausdrücken, so pur und direkt, ob auf seiner Muttersprache Deutsch oder der Sprache der Popmusik Englisch spielt eigentlich keine Rolle. Für Jacob gab es für seine Songs sowieso immer nur die Sprache, mit der er sich am besten ausdrücken kann und die hat er gefunden.
Das Album ist in 2 Teile gegliedert.

Von der A Seite ‚Circle’ , die Mystery Road wie eine endlos Rund-Reise zu sich selbst beschreibt oder in Songs wie Avalanche und Reason den Kreis als Bild für Zusammengehörigkeit oder Familie darstellt, geht es auf die B Seite ‚Town’ . Auf der Rückseite quasi werden das eigene Scheitern an zu hohen Erwartungen wie ein übermächtiger Skyscraper (American Dream) oder das Überwinden von selbst aufgebauten Mauern sowohl im Kopf (if we don’t act now) als auch um sich herum (circletown) in
gefühlvolle Songs gefasst, die bewusst zum Teil ein Stück düsterer als auf der Circle Seite wirken. Bis sich der Himmel über der Stadt zum Ende hin wieder etwas aufhellt und in dem Schluss-Song I will stay in Aussicht gestellt wird, in Circletown doch noch einen eigenen Platz finden zu können. Wenn der letzte Ton auf Circletown ausklingt, ist kein Zweifel mehr
da, dass Jacob zumindest ganz sicher dort fest zu Hause angekommen ist.
Albumveröffentlichung 21.05.2020 digital in allen Streaming und Download
Portalen und physisch als CD und Vinyl über jacobbrass.com

  • Releasekonzert: 20.05.2020 Cord Club – München
  • Auf Tour mit einer Mischung aus Lesung und Konzert mit dem Autor Benedict Wells
    in 8-10 Städten durch Deutschland, Österreich, Schweiz in 2021