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Kabarett-Duo Ulan & Bator begeistert im Komplex

Am Samstag, den 25. April 2026, standen nach der Ankündigung im März Ulan & Bator mit ihrem Programm im Jugend- und Kulturzentrum Komplex in Schüttorf auf der Bühne – und lieferten einen Abend, der die Erwartungen erfüllte. Trotz ihres diesjährigen 25-jährigen Bühnenjubiläums war es tatsächlich ihr erster Auftritt im Komplex.

Das Duo, bestehend aus Sebastian Rüger und Frank Smilgies, bewies einmal mehr, warum es als „Erben Monty Pythons“ gehandelt wird. Mit ihrem unverwechselbaren „Krazy Kabarett“ gelang ihnen der Spagat zwischen anspruchsvoller, teils subtiler Gesellschaftskritik und bewusstem Unsinn. Dabei bewegten sie sich sowohl zwischen den Zeilen als auch in direkter politischer und sozialer Kommentierung – etwa bei Themen wie dem Enkeltrick oder gesellschaftlichen Absurditäten.

Typisch für Ulan & Bator war die enorme Dichte an Wortwitz. Sprachliche Spielereien, Stimmexperimente und Tonvariationen reihten sich Schlag auf Schlag aneinander. Beeindruckend blieb dabei, wie viel Bühnenwirkung die beiden mit minimalen Mitteln erzeugten: Zwei Personen, zwei Stühle – mehr brauchte es nicht, um ein vielseitiges, lebendiges Programm entstehen zu lassen.

Neben den intellektuellen Spitzen kam auch der körperliche Humor nicht zu kurz. Slapstick-Elemente lockerten das Geschehen immer wieder auf und sorgten für zahlreiche Lacher im Publikum. Ein vertrautes Markenzeichen durfte dabei natürlich nicht fehlen: die Strickmütze, die fest zum Erscheinungsbild des Duos gehört.

Der Abend bestätigte eindrucksvoll, was bereits im Vorfeld versprochen wurde: ein Programm, das gleichermaßen Lachmuskeln und Geist fordert. Ulan & Bator gelang es, die Zuschauer für einen Moment aus der Realität zu entführen, ohne sie aus den Augen zu verlieren – ein Balanceakt, der nur wenigen so überzeugend gelingt.

Am Ende stand ein begeistertes Publikum, das einen Abend erlebt hatte, der so albern wie klug, so verspielt wie durchdacht war – ganz im Sinne des Mottos: Bei Sinnkrise hilft manchmal eben doch nur eines – Undsinn.

Text und Bild via Celina Stock