Krisenmanagement-Seminar in Ahrweiler: Landrat und Bürgermeister probten für den Notfall

Das Thema Bevölkerungs- und Katastrophenschutz gewinnt im Landkreis Grafschaft Bentheim seit Jahren an Bedeutung. Um für den Ernstfall bestmöglich gewappnet zu sein, besuchte Landrat Uwe Fietzek zusammen mit allen Bürgermeistern der Grafschafter Kommunen kürzlich ein Seminar zum Thema Krisenmanagement an der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und zivile Verteidigung in Ahrweiler. An der zweitägigen Fortbildung nahmen zudem der Erste Kreisrat Dr. Michael Kiehl, Dezernentin Dr. Elke Bertke, der Leiter der Abteilung Sicherheit und Ordnung, Thomas Heinrich, sowie alle Ordnungsamtsleitungen der Grafschafter Städte und Gemeinden teil. Es war bereits das zweite Mal, dass der Landrat und die Bürgermeister gemeinsam ein Seminar in Ahrweiler belegten.

Frühzeitige Warnung der Bevölkerung wichtig

In den Fokus rückten dieses Mal die zentralen Aufgaben, die der Landkreis und die Kommunen als Katastrophenschutzbehörde bzw. Gefahrenabwehrbehörden innehaben. Dazu zählen beispielsweise die Organisation von Krisenstäben sowie deren Arbeits- und Entscheidungsprozesse und die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Gemeinden im Katastrophenfall. Aber auch die wichtige Rolle der Hilfsorganisationen im Rahmen des Katastrophenschutzes wurde beleuchtet. Angesichts der aktuellen Energiekrise wurden zudem die Möglichkeiten zur Sicherstellung der Kommunikation bei einem Stromausfall erörtert. Die dazu gewonnenen Erkenntnisse nimmt der Landkreis in sein bereits bestehendes Kommunikationskonzept auf. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Bevölkerung frühzeitig im Krisenfall gewarnt werden müsse. Ebenso sei es wichtig, ausreichend Angebote für die Bevölkerung zu schaffen, um sich in Notfällen zu informieren und Unterstützung anzufordern.

Landrat Uwe Fietzek resümierte am Ende des Seminars, dass Landkreis und Kommunen mit Blick auf den Bevölkerungsschutz und mit der bisherigen Vorbereitung auf einen Katastrophenfall bereits jetzt gut vorbereitet seien: „Wir werden die enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Landkreis in Form eines regelmäßigen Austauschens weiter fortsetzen, um in Krisenfällen mit vereinten Kräften zu arbeiten.“

Einblicke in die Aufräum- und Aufbauarbeiten im Ahrtal

Im Anschluss an das Seminar nutzte die Gruppe die Gelegenheit, sich in Walporzheim über die Aufbauarbeiten nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal zu informieren und sich einen Eindruck von der aktuellen Situation zu verschaffen. In dem Stadtteil der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler beteiligte sich der Landkreis mit einer Spende an der Wiederherrichtung eines Kinderspielplatzes, während die Stadt Nordhorn passende Spielgeräte bereitstellte. Ortsvorsteher Gregor Sebastian berichtete, dass nach der Hochwasserkatastrophe schnelle und pragmatische Hilfe notwendig gewesen sei. Eindrücklich schilderte er die Aufräum- und Aufbauarbeiten in dem Tal, an denen sich die Bürgerinnen und Bürger des Ortes sowie viele ehrenamtliche Helfende beteiligten. Aber auch heute noch habe die Flutkatastrophe sichtbare Spuren in den Uferbereichen und an den Häusern hinterlassen. Abschließend dankte er dem Landkreis, der Stadt Nordhorn und allen ehrenamtlichen Helfenden aus der Grafschaft Bentheim für die Unterstützung.

Text und Foto: Landkreis Grafschaft Bentheim