KULTOURsommer nur mit Notprogramm – Corona-Virus legt kulturelles Angebot nahezu lahm

Meppen. Das Corona-Virus beeinträchtigt nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens, betroffen davon ist u. a. auch die Kultur. Kulturfreunde werden in diesem Jahr auf die gewohnte Vielfalt des KULTOURsommers verzichten müssen.

Gemäß der aktuellen Verordnung des Landes Niedersachsen dürfen Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August 2020 nicht durchgeführt werden. Die Regelungen wirken sich aber ebenfalls auf kleinere Angebote aus, die im Rahmen des KULTOURsommers 2020 stattfinden sollten. Ähnlich den Freilichtbühnen können viele Protagonisten aufgrund der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen nicht proben und sich nicht auf ihre Auftritte vorbereiten. „Es ist sehr bedauerlich, dass wir aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen gegen Corona in diesem Sommer auf die gewohnte kulturelle Vielfalt im Emsland verzichten müssen“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf und bittet um Verständnis bei Bürgerinnen und Bürgern.

Drachendame Lizzy gehörte zum Programm in den vergangenen KULTOURsommer-Jahren. (Foto: Landkreis Emsland)
Drachendame Lizzy gehörte zum Programm in den vergangenen KULTOURsommer-Jahren. (Foto: Landkreis Emsland)

Trotz aller Einschränkungen versuchen die Kulturschaffenden im Emsland, ein wenig Normalität zu bewahren und planen, soweit möglich, kulturelle Angebote in ganz kleinem Rahmen. Dies geschieht in der Hoffnung, möglicherweise im Spätsommer die eine oder andere kleine Kulturveranstaltung mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen durchführen zu können. Ob bzw. welche Veranstaltungen realisiert werden können, ist derzeit noch unklar.

Auch die Veranstaltung „Traumpirsch“, die am 29. August auf Schloss Clemenswerth in Sögel stattfinden sollte, fällt den Vorsichtsmaßnahmen gegen das Corona-Virus zum Opfer. Diese mit viel Liebe zum Detail von der Theatercompagnie ANU aus Berlin vorbereitete Nachfolgeveranstaltung des Kleinen Fests im großen Park soll nach momentanem Stand voraussichtlich im Sommer 2021 ihre Premiere erleben. Aber auch hier sei vor einer endgültigen Entscheidung zunächst eingehend zu prüfen, ob eine solche Veranstaltung durchgeführt werden könne, betont Burgdorf.

Text und Foto: Landkreis Emsland