Kunstpreis der Stadt Nordhorn 2022 geht an Heba Y. Amin

Nordhorn. Heba Y. Amin erhält der Kunstpreis der Stadt Nordhorn 2022. Die Jury aus Vertreter*innen der Stadt Nordhorn sowie des Förderkreises der Städtischen Galerie Nordhorn würdigte ihr künstlerisches Werk, welches in besonderer Weise Video, Fotografie, Installation und Performance miteinander verbindet. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen politische Themen und Geschichten in denen oft spezifische Perspektiven aus Europa und ihrer Ägyptischen Heimat aufeinandertreffen.

In ihren oft aufwändig und sehr lange recherchierten Projekten hat Heba Y. Amin eine interdisziplinäre Praxis entwickelt, die je nach der zugrunde liegenden Erzählung sehr verschiedene ästhetische Möglichkeiten nutzt. Ihre künstlerischen Forschungen greifen Darstellungen von Geschichte auf und bearbeiten archivarisches Material. Ihre Perspektive ist aber eine ausgesprochen gegenwärtige, und sie hinterfragt die internationalen politischen Zusammenhänge oft genug mit fiktionalen oder sogar satirischen Transformationen.

Heba Y. Amin wurde 1980 in Cairo geboren. Sie studierte Bildende Kunst und Kunstgeschichte in den USA und Deutschland. Seit 2021 ist sie Professorin für Digitale und Zeitbasierte Kunst an der ABK Stuttgart. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Für den Kunstpreis wurde sie von Bettina Steinbrügge nominiert, der Direktorin des Mudam in Luxemburg.

Der Kunstpreis der Stadt Nordhorn wird seit 1979 jährlich an Künstler*innen vergeben, die aktuell durch ein frisches und überregional bedeutendes Werk auf sich aufmerksam gemacht haben. Er ist mit einem Preisgeld von 4.500 Euro verbunden. Die Städtische Galerie Nordhorn wird anlässlich der Preisverleihung im März 2023 eine Einzelausstellung mit Heba Y. Amin zeigen. Zur Ausstellung erscheint außerdem eine Publikation.

Foto: Sebastian Böttcher

Text: Stadt Nordhorn