Landkreis Emsland erhält Zertifikat in „Gold“ – Als „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ ausgezeichnet – ADFC überreicht Würdigung

Meppen. Gut für die Umwelt, fürs Budget, für die Gesundheit und am Ende auch für den Arbeitgeber: Der Landkreis Emsland erhält das EU-weite Siegel „Zertifizierter Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“, das in Deutschland ausschließlich durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) vergeben wird.

Seit 2017 vergibt der ADFC die EU-weite Zertifizierung „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“. Nun hat der Landkreis Emsland für die Kreisverwaltung in Meppen das begehrte Siegel in „Gold“ entgegen nehmen können. Sara Tsudome, Projektleiterin beim ADFC-Bundesverband, sagte: „Der Landkreis Emsland unterstützt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Fahrrad für den Arbeitsweg nutzen, mit vielen verschiedenen Maßnahmen. Das bringt viele Vorteile: Der Arbeitgeber kann so beim betrieblichen Gesundheits-, Umwelt- und Mobilitätsmanagement punkten.“

Persönlich im Meppener Kreishaus überreicht hat die Urkunde Andreas K. Bittner, Auditor Fahrradfreundlicher Arbeitgeber vom ADFC Münster. Unterstützt wurde er dabei von Hans Brick und Andreas Schwering von der ADFC-Ortsgruppe Haren sowie Lukas Wobken von der ADFC-Ortsgruppe Haren. Bittner empfand die Herangehensweise als Team und den fachbereichsübergreifenden Ansatz der Kreisverwaltung bei der Umsetzung von Fahrradfreundlichkeit als besonders positiv. Auch die gute touristische Infrastruktur, die im Landkreis Emsland zweifelsfrei vorhanden sei, biete eine willkommene Grundlage für die betriebliche bzw. private Nutzung, sagte er.

„Diese Auszeichnung würdigt die flexiblen Mobilitätsangebote für unsere Beschäftigten und zeigt, dass wir hier schon auf einem guten Weg sind“, freute sich Landrat Marc-André Burgdorf. Der zuständige Dezernent Michael Steffens betonte: „Fahrradfreundliche Arbeitgeber sparen Ressourcen und setzen Finanzen sinnvoll ein: Radabstellanlagen sind günstiger und brauchen weniger Platz als Pkw-Parkplätze.“ Radpendlerinnen und Radpendler sei es besonders wichtig, dass sie ihre Fahrräder sicher, trocken und möglichst ebenerdig abstellen könnten.

Erst kürzlich sind die überdachten Stellplätze für Fahrräder an den Kreishäusern erweitert worden. Auch eine fest montierte Servicestation soll künftig dort zu finden sein. „Mit den Werkzeugen, die dort verfügbar sind, kann man kleine Reparaturen vor Ort durchführen“, erklärte Gesundheitsmanager Ingo Bachmann. Im Kreishaus steht für diejenigen, die einen längeren Weg mit dem Rad zurücklegen, ein Mehrzweckraum mit Umkleiden und Duschen zur Verfügung. Zudem nimmt der Kreis regelmäßig an Kampagnen wie „Mit dem Rad zur Arbeit“ teil oder beteiligt sich an den Anschaffungskosten für einen Fahrradhelm, um sicheres Radeln zu unterstützen. Ebenfalls wird seit Februar 2022 ein Dienstradleasing angeboten. Diensträder einschließlich eines elektrischen Lastenrads stehen den Mitarbeitenden der Kreisverwaltung außerdem zur Verfügung, um beispielsweise Termine außer Haus wahrzunehmen. Die „Fahrrad-Flotte“ wird um drei weitere Falträder ergänzt. Die Kreisverwaltung darf sich durch diese geschaffene Infrastruktur als fahrradfreundlicher Arbeitgeber bezeichnen.

„Unternehmen, die den Radverkehr systematisch fördern und sich zertifizieren lassen, sind Gewinner: Wenn mehr Menschen mit dem Rad zur Arbeit kommen, wird damit Bewegungsmangel vorgebeugt. Wer mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt, hat im Schnitt ein Drittel weniger Krankheitstage – und ein niedrigeres Infektionsrisiko. Fahrradfreundliche Maßnahmen tragen zum betrieblichen Umweltmanagement bei, denn auch die Mitarbeitermobilität ist Teil der CO2-Bilanz“, betonte Tsudome.

Weitere Information unter www.fahrradfreundlicher-arbeitgeber.de

Text und Foto: Landkreis Emsland