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Landmaschine gerät bei Feldarbeiten in Brand: Flammen erfassen Stoppelfeld – Dichter Rauch sorgt für Straßensperrungen in Geeste

Geeste. Ein Brand auf einer landwirtschaftlichen Maschine hat am Mittwochnachmittag in Geeste einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Eine Strohballenpresse geriet während der Feldarbeiten in Brand. Innerhalb kürzester Zeit griffen die Flammen auf das trockene Stoppelfeld über und breiteten sich durch den starken Wind rasend schnell aus. Dichter Rauch zog über mehrere Straßen und war bereits auf der Anfahrt der Einsatzkräfte weithin sichtbar. Rund zwei bis drei Hektar Feld wurden durch das Feuer zerstört.

Große Rauchsäule bereits auf der Anfahrt sichtbar

Zunächst war die Feuerwehr mit einem Voralarm zu einem Flächenbrand alarmiert worden. Bereits wenige Minuten später erhöhte die Leitstelle aufgrund weiterer Notrufe das Alarmstichwort auf einen größeren Flächenbrand.

„Schon auf der Anfahrt war eine große Rauchsäule zu erkennen“, berichtet Daniel Wester, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Groß Hesepe. „Das erste eintreffende Fahrzeug bestätigte dann, dass eine Strohballe auf einer Strohballenpresse brannte.“

Starker Wind treibt die Flammen über das Feld

Landmaschine gerät bei Feldarbeiten in Brand: Flammen erfassen Stoppelfeld – Dichter Rauch sorgt für Straßensperrungen in Geeste
Landmaschine gerät bei Feldarbeiten in Brand: Flammen erfassen Stoppelfeld – Dichter Rauch sorgt für Straßensperrungen in Geeste

Die trockene Vegetation und die anhaltenden Windverhältnisse sorgten dafür, dass sich das Feuer innerhalb kürzester Zeit über das Stoppelfeld ausbreitete.

„Es gab eine rasche Brandausbreitung aufgrund der starken Windverhältnisse“, schildert Wester. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurde sofort ein umfangreicher Löschangriff eingeleitet.

Während mehrere Tanklöschfahrzeuge entlang der Straße eine sogenannte Riegelstellung aufbauten, wurden gleichzeitig Landwirte zur Unterstützung hinzugezogen.

Landwirte ziehen Schneisen gegen die Flammen

Mit Grubbern bearbeiteten mehrere Landwirte das Feld und zogen breite Schneisen, um den Flammen die Ausbreitung auf benachbarte Flächen zu erschweren.

„Wir haben direkt mehrere Landwirte verständigt, die mit Grubbern eine Schneise in Richtung des benachbarten Feldes gezogen haben“, erklärt Wester. „Parallel haben wir an der Straßenseite mit mehreren Tanklöschfahrzeugen eine Riegelstellung aufgebaut.“

Durch das Zusammenspiel von Feuerwehr und Landwirtschaft konnte das Feuer schließlich unter Kontrolle gebracht werden.

Autofahrer missachten Absperrungen und fahren durch dichten Rauch

Während des Einsatzes mussten die Meppener Straße vollständig gesperrt werden. Dennoch ignorierten nach Angaben der Feuerwehr zahlreiche Verkehrsteilnehmer die Absperrungen.

„Viele Autofahrer haben die Sperrung missachtet und sind durch den dichten Rauch gefahren. Damit haben sie sich selbst in erhebliche Gefahr gebracht“, sagt Wester.

Durch die starke Rauchentwicklung war die Sicht auf den Straßen teilweise erheblich eingeschränkt.

Feuerwehr profitiert von kurzer Anfahrt

Ein entscheidender Vorteil war nach Angaben der Feuerwehr die Nähe des Feuerwehrhauses zur Einsatzstelle.

„Unser Feuerwehrhaus ist nur etwa einen Kilometer entfernt. Dadurch konnten wir sehr schnell mit den Löscharbeiten beginnen. Wäre die Einsatzstelle deutlich weiter entfernt gewesen, hätte sich die Lage sicherlich schwieriger dargestellt“, so der Ortsbrandmeister.

Zusätzlich unterstützte eine Feuerwehrdrohne die Einsatzleitung aus der Luft. Neben Übersichtsaufnahmen lieferte sie Wärmebilder, mit denen verbliebene Glutnester gezielt aufgespürt werden konnten.

Hohe Wald- und Graslandbrandgefahr

Nach Angaben der Feuerwehr wurden durch den Brand etwa zwei bis drei Hektar Stoppelfeld zerstört.

Zum Zeitpunkt des Einsatzes herrschten hochsommerliche Bedingungen. Die Temperaturen lagen bei rund 27 bis 28 Grad, gleichzeitig wehte ein mäßiger bis frischer Wind. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes galt in der Region am Mittwoch Graslandfeuerindex Stufe 4 von 5. Diese Einstufung bedeutet eine hohe Brandgefahr auf offenen, trockenen Flächen. Bereits kleinste Entstehungsbrände können sich unter solchen Bedingungen innerhalb kürzester Zeit großflächig ausbreiten – insbesondere dann, wenn Wind die Flammen zusätzlich antreibt.

Wie genau es zu dem Brand an der Ballenpresse kam, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.