Landrat dankt Beirat für Menschen mit Behinderungen für ehrenamtliche Unterstützung
Landkreis Cloppenburg. Sind E-Ladesäulen auch für Rollstuhlfahrer erreichbar? Gibt es genug Orientierungsflächen für Sehbehinderte, wenn ein Gehweg geplant wird? Sind Räumlichkeiten bei Bauprojekten barrierefrei gestaltet? Nicht immer gelingt es, bei Bauprojekten alle Anforderungen an Barrierefreiheit im Blick zu behalten. Für diese Perspektive aus Betroffenensicht gibt es den Beirat für Menschen mit Behinderung. Mit seiner Erfahrung und Expertise unterstützt er den Landkreis dabei, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu verbessern.
Der Beirat wirkt beratend bei Maßnahmen des Landkreises mit, die Menschen mit Behinderungen betreffen können. Er erarbeitet Vorschläge, gibt Anregungen und vertritt die Interessen von Menschen mit Behinderungen gegenüber Politik, Verwaltung und weiteren Institutionen. Außerdem ist er Ansprechpartner für Kommunen, Einwohnerinnen und Einwohner sowie für Vereine, Verbände und Organisationen in der Behindertenarbeit.
Landrat Johann Wimberg dankte den Mitgliedern nun für viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit in der nun auslaufenden Wahlperiode. Er hob besonders ihre Beharrlichkeit hervor. Manche Anliegen hätten mehrere Anläufe gebraucht. Umso wichtiger sei es gewesen, dass der Beirat immer wieder nachgefragt und auf bestehende Barrieren aufmerksam gemacht habe. „Sie haben aus eigener Erfahrung und persönlicher Überzeugung gesprochen. Damit haben Sie die Arbeit von Politik und Verwaltung bereichert“, sagte Wimberg. Die Mitglieder hätten dazu beigetragen, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen im Landkreis Cloppenburg wahrgenommen würden.
Der aktuelle Beirat war 2021 mit zehn Mitgliedern gestartet. Wimberg dankte insbesondere Franz Koddenberg, Jan-Gustav Ahlers, Martina Kowalski, Reinhold Krull und Renate Wingbermühle-Rißmann für ihre Mitarbeit. Koddenberg war seit 2013 Vorsitzender. Kowalski gehörte dem Beirat ebenfalls seit 2013 an, Ahlers und Krull seit 2016. Wingbermühle-Rißmann wirkte seit 2013 mit.
Koddenberg, Ahlers und Wingbermühle-Rißmann werden ihre Tätigkeit nicht fortsetzen. Kowalski und Krull haben sich bereit erklärt, weiterhin mitzuwirken. Sie stehen auf der Wahlvorschlagsliste für die konstituierende Sitzung des Kreistages am 3. November 2026.
Für die Bildung eines neuen Behindertenbeirats haben sich sieben weitere Personen aus verschiedenen Personengruppen beworben. „Die Aufgabe bleibt wichtig. Teilhabe bleibt eine gemeinsame Aufgabe von Politik, Verwaltung und Gesellschaft“, betonte Wimberg, der als besonderes Geschenk eine handgetöpferte Nisthöhle aus der Töpferei des Museumsdorfes übergab.

Text: LK Cloppenburg
