„Lasst die Kinder wieder Tiere erleben“ – Zoos als sicheres Erlebnis an der frischen Luft

Durch die beiden Lockdowns sind viele Zoos in Deutschland nun fast ein halbes
Jahr auf behördliche Anordnung aufgrund der Corona-Pandemie für Besucher
geschlossen. Dabei ist gerade der Zoobesuch als soziale Ausgleichsfunktion
eine der ganz wichtigen Aufgaben, die deutschen Zoos und Tierparks
wahrnehmen. Vor Corona besuchten rund 50 Millionen Menschen jährlich die
Zoos in Deutschland.

Durch die beiden Lockdowns sind viele Zoos in Deutschland nun fast ein halbes
Jahr auf behördliche Anordnung aufgrund der Corona-Pandemie für Besucher
geschlossen. Dabei ist gerade der Zoobesuch als soziale Ausgleichsfunktion
eine der ganz wichtigen Aufgaben, die deutschen Zoos und Tierparks
wahrnehmen. Vor Corona besuchten rund 50 Millionen Menschen jährlich die
Zoos in Deutschland.

Der Sommer habe gezeigt, dass die Hygienekonzepte der einzelnen
Einrichtungen wirken. „Wir haben Konzepte, haben Platz und frische Luft! Wir
haben viel in die Konzepte investiert, wir sind gut aufgestellt!“, so Gert
Emmrich, Präsident der Deutschen Tierparkgesellschaft e.V. (DTG). „Lasst die
Menschen wieder Tiere an der frischen Luft erleben!“

„Wir fühlen uns aktuell aber im Stich gelassen!“ so der Präsident mit Blick auf
die letzten Entscheidungen der Bundes- und Landesregierungen weiter. Denn
statt aufgrund der guten Erfahrungen aus dem letzten Sommer nun wieder
öffnen zu können, bleiben Zoos in vielen Bundesländern weiter geschlossen.
„Wir haben noch keine Öffnungsperspektive!“ so Emmrich weiter. Schlimmer
noch, auch bei den Coronahilfen, gleicht die Zoolandschaft einem
Flickenteppich. So sind beispielweise bei der aktuellen Überbrückungshilfe III
gemeinnützige Zoos mit mehrheitlich kommunaler Beteiligung nicht
antragsberechtigt und gehen leer aus. Neben einem verlässlichen
Öffnungsszenario fordern die Zoos deshalb auch eine verlässliche finanzielle
Unterstützung für die behördlich angeordneten Schließungen. „Wir dürfen kein
Geld verdienen, die Coronahilfen kommen aber auch nicht bei uns an!“
Dabei haben Zoos und Tierparks nicht die Möglichkeit ihren Betrieb komplett
runter zu fahren. Wir können zwar die Kassen für die Besucher schließen,
dennoch geht im Zoo die Arbeit weiter, betont der Chef des mitgliederstärksten
Zooverbandes. „Wir können unsere Tiere nicht in Kurzarbeit oder Homeoffice
schicken!“ Er verweist darauf, dass die Zoos und Tierparks an der Qualität
ihrer Tierversorgung keine Abstriche machen. Dieser Aufwand bleibt trotz
Schließung erhalten und kostet natürlich dementsprechend.

Die Besuchereinnahmen stellen für die Tierparks in Deutschland die mit
Abstand wichtigste Einnahmequelle dar. Dass man nun in vielen Bundesländern
ein halbes Jahr bereits ohne diese Einnahmen auskommen muss, stellt jeden
einzelnen Betrieb vor riesige Herausforderungen.
Nur mit den Besuchereinnahmen können Zoos und Tierparks auf Dauer ihre
wichtige Funktion für Erholung, Artenschutz und Bildung wieder sicherstellen.
Dabei bieten diese Einrichtung nach Ansicht der DTG alle Voraussetzungen, um
zeitnah eine Öffnung zu ermöglichen. „Ein Zoobesuch ist nicht anders zu
bewerten als ein Spaziergang an der frischen Luft!“ so der Präsident von über
100 verschiedenen zoologischen Einrichtungen. „Besser noch als im Wald, wir
haben funktionierende Hygienekonzepte und setzen diese für unsere Besucher
aktiv um. Wir sind für unsere Gäste da!“

Deshalb fordert die DTG für Niedersachsen zum 8.3. eine Öffnung der Zoos
und Tierparks!

Text: Pressemeldung der Deutschen Tierparkgesellschaft

Foto: Franz Frieling