Lingen – Ermittlern gelingt Aufklärung mehrerer Brandstiftungen – Drei Tatverdächtige ermittelt
Lingen (ots) – Nach umfangreichen Ermittlungen des Fachkommissariats für Kinder-
und Jugendkriminalität der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim konnten
mehrere Brandstiftungen im Stadtgebiet Lingen aufgeklärt werden.
Die Ermittlungen richten sich gegen drei Tatverdächtige aus Lingen im Alter von
11, 12 und 14 Jahren. Nach derzeitigem Stand stehen sie im Verdacht, für eine
Vielzahl von Bränden zwischen Ende April und Anfang Mai 2026 verantwortlich zu
sein.
Den Tatverdächtigen werden unter anderem folgende Taten zugerechnet:
- mehrere Mülltonnen- und Containerbrände in der Nacht zum 04.05.2026 am
Schwalbenweg, an der Birkenallee sowie auf dem Gelände der
Matthias-Claudius-Schule,
(https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/104234/6267612) - weitere Container- und Mülltonnenbrände in der Nacht zum 02.05.2026 an der
Heidekampstraße und im Bereich Pulverturm,*
(https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/104234/6266900) - sowie vier weitere Brände in der Nacht zum 22.03./23.03.2026 an der Alten
Haselünner Straße, am „Alten Pferdemarkt“, in der Lerchenstraße und im
Starenweg.* (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/104234/6242129)
Dabei wurden zahlreiche Mülltonnen und Container zerstört. In einem Fall griff
das Feuer auf ein Wohnhaus über. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Die Ermittlungen erfolgten in enger Abstimmung mit den Erziehungsberechtigten
sowie weiteren beteiligten Stellen. Auch wenn zwei der Tatverdächtigen aufgrund
ihres Alters noch strafunmündig sind, bleiben die Taten nicht folgenlos. Neben
polizeilichen und jugendhilferechtlichen Maßnahmen können auch zivilrechtliche
Forderungen auf die Familien zukommen.
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass Brandstiftungen keine harmlosen
„Mutproben“ oder „Streiche“ darstellen. Bereits kleine Feuer können sich
unkontrolliert ausbreiten und erhebliche Gefahren für Menschen, Gebäude und
Einsatzkräfte verursachen.
„Gerade die Brände in Wohngebieten haben gezeigt, wie schnell aus einer
vermeintlichen Sachbeschädigung eine ernsthafte Gefahr für Menschen entstehen
kann. Deshalb verfolgen wir solche Taten konsequent – unabhängig vom Alter der
Tatverdächtigen“, so die Ermittler des Fachkommissariats.
Mit der Aufklärung der Taten verbindet die Polizei zudem das Ziel, das
Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und das Vertrauen in die
polizeiliche Ermittlungsarbeit weiter zu festigen.
