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„Manege frei“ – Inklusive Zirkuswoche lässt Kinder strahlen

„Manege frei!“ für junge Artisten. Eine Woche lang haben Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis zwölf Jahren im Rahmen des Kultursommers Zirkusluft geschnuppert, zusammen mit Profis Kunststücke einstudiert und vor allem eines erlebt: Wie viel Spaß Vielfalt, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung machen können.
Die inklusive Zirkuswoche ist ein gemeinsames Projekt des städtischen Kinder- und Jugendfreizeitzentrums „Rote Schule“ und der Wohngruppen des St. Vincenzhauses. Begleitet wurden die Kinder und Jugendlichen von Betreuerinnen und Betreuern aus den Wohngruppen sowie von Mitarbeitenden der Roten Schule – hauptamtlich und ehrenamtlich. Alle zwei Jahre verwandelt sich das Gelände in ein kleines Zirkusdorf, und jedes Mal entsteht dabei etwas ganz Besonderes.
Im Mittelpunkt steht der Inklusionsgedanke: „Ob arm, ob reich, ob groß, ob klein, egal wo du herkommst, an was du glaubst oder wen du liebst – der Zirkus ist für alle da!“ So lautet der Leitspruch des Circus Gerhard Sperlich, der die Woche mit viel Herz und Geduld angeleitet hat. In verschiedenen Workshops konnten sich die Kinder ausprobieren – als Fakire, Akrobaten und Seiltänzer, als Clowns, Zauberer, Trampolinspringer oder Jongleure. Viele sind dabei über sich hinausgewachsen und haben eigene Stärken entdeckt, die ihnen vorher gar nicht bewusst waren.
Von Montag bis Donnerstag wurde vormittags rund um das St. Vincenzhaus fleißig geprobt – inklusive gemeinsamen Mittagessens. Am Donnerstag stand dann die Generalprobe in der Manege des großen Zirkuszeltes an: Alle Gruppen durften ihre Kostüme anprobieren und die Nummern unter „echten“ Zirkusbedingungen testen. Am Freitag folgte dann die große Abschlussaufführung für Eltern, Angehörige und Gäste – eine abwechslungsreiche und berührende Show, die bei vielen für Gänsehaut sorgte. Höhepunkt war ein Abschlussbild, bei dem alle Kinder noch einmal in die Manege kamen, sich an den Händen fassten und sich im Licht der Scheinwerfer um eine „Erdkugel“ gruppierten – ein starkes Bild für die Gemeinschaft, die in dieser Woche entstanden ist.
In der Pause konnten sich die Besucherinnen und Besucher sowie die jungen Artistinnen und Artisten mit kühlen Getränken, einer Bratwurst und süßen Leckereien stärken. Den Verkauf übernahm der Wassersportverein Cloppenburg. Da die Bratwürste dem St. Vincenzhaus gespendet wurden, konnten sie sogar kostenlos ausgegeben werden. Auch der Auf- und Abbau des Zirkuszeltes klappte dank vieler helfender Hände – darunter zahlreiche Ehrenamtliche – reibungslos und zügig.
Die Teilnahme an der Zirkuswoche war für alle Kinder kostenfrei. Ermöglicht wurde dies durch Spenden, die das St. Vincenzhaus erhalten hat, und durch die Förderung im Rahmen des Kultursommers der Stadt Cloppenburg. So konnten die Veranstalter sicherstellen, dass wirklich alle Kinder und Jugendlichen mitmachen konnten, unabhängig vom Geldbeutel der Familie.
Für das Team der Stadtjugendpflege und des St. Vincenzhauses ist die Zirkuswoche längst mehr als nur eine Freizeitaktion: „Die Show zum Abschluss hat jedes Mal etwas Magisches. Es ist einfach schön zu sehen, wie die Kinder und Jugendlichen in dieser Woche wachsen, ihre eigenen Stärken entdecken und einbringen“, erzählen die Mitarbeitenden der Roten Schule: „Wir freuen uns schon, wenn wir den Circus Sperlich auch 2028 wieder bei uns in Cloppenburg begrüßen dürfen.“

Text: Stadt Cloppenburg