„Mein Dorf – meine Gemeinschaft“ – Dorferneuerung Rütenbrock nimmt weiter Fahrt auf

Haren (Ems). Anfang Februar stellten Rütenbrocker Delegierte des Harener Stadtrates, der Stadtbaurat Henrik Brinker sowie Bürgermeister Markus Honnigfort die Entwicklungen rund um die Dorferneuerung in Rütenbrock vor. Zur Dorfregion „Kirchspiel Rütenbrock“ gehören die Ortschaften Rütenbrock und Lindloh/Schwartenberg sowie Rütenmoor. Seit der Anerkennung zur Förderfähigkeit einzelner Maßnahmen des Dorfentwicklungsplanes durch das Amt für regionale Landesentwicklung, kurz ArL, im Jahr 2018, konnten bereits einige Steine ins Rollen gebracht werden. So erhielt das Schützenhaus in Lindloh neue Sanitäranlagen, inkl. einer barrierefreien und öffentlichen WC-Anlage sowie neue Außenanlagen. Beim Schützenhaus in Rütenmoor soll Ähnliches umgesetzt werden. Bereits zu Beginn des letzten Jahres konnten die Grundschüler in Rütenbrock in die neugebaute Grundschule umziehen. Die Gestaltung des neuen Außengeländes folgte dann im Sommer. Der Pausenhof der neuen Grund- und Oberschule wurde jedoch komplett durch Mittel der Stadt Haren (Ems) finanziert, da ein Förderantrag aus dem Dorferneuerungsprogramm leider erfolglos blieb. In diesem Jahr soll der Umbau des Verwaltungstraktes an der Maximilianschule erfolgen, um die Grund- und Oberschule besser zu vereinen und Synergieeffekte auszunutzen. Doch was passiert mit dem ehemaligen Grundschulgebäude im Zentrum von Rütenbrock? Auch mit dieser Frage beschäftigt sich der Arbeitskreis der Dorferneuerung. Es soll ein Konzept erarbeitet werden, dass günstigen und altersgerechten Wohnraum für Senioren schafft und gleichzeitig Platz für einen Jugendtreff, einen Veranstaltungsraum sowie einer Arztpraxis bieten kann. Das ArL beteiligt sich zu 53 Prozent an den Gesamtkosten der Konzept-Erarbeitung. Weitere geplante und beantragte Maßnahmen der Dorfentwicklung sind die Erneuerung des Dorfplatzes sowie die Schaffung von Verweilbereichen am Haren-Rütenbrock-Kanal in Haren (Ems). „Die Dorfentwicklung bringt Rütenbrock einen echten Schub. Es konnten ebenfalls zahlreiche Themen außerhalb des Dorfentwicklungsplanes angepackt werden. Das Motto „Mein Dorf- meine Gemeinschaft“ wird hier vollkommen umgesetzt“, so Ortsvorsteher Arnold Terborg. Maßnahmen, die außerhalb des Dorfentwicklungsplanes umgesetzt werden, sind die Erweiterung des Kindergartens St. Johannes sowie die Sanierung der Rütenbrocker Friedhofskapelle. „Für die Friedhofskapelle Rütenbrock haben wir ein Konzept ausgearbeitet, das in Kürze der Politik vorgestellt werden soll. Sobald das Okay dafür vorliegt, werden die Pläne auf der städtischen Homepage veröffentlicht“, so Bürgermeister Markus Honnigfort. In Rütenmoor konnte die Straße Hinterm Busch (K202) und der dazugehörige Radweg erneuert werden. Durch die Nähe zur Niederländischen Grenze ist die Ortschaft Rütenbrock ebenfalls attraktiv für den Einzelhandel – auch wenn bisher kein Betreiber für einen möglichen Supermarkt im leerstehenden Grenza-Baumarkt gefunden werden konnte. „Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt“, so Ortsvorsteher Arnold Terborg abschließend.

Stellten die Maßnahmen der Dorfentwicklung vor: Norbert Schuhmacher, Arnold Terborg, Carina Seelhorst, Doris Hölscher, Markus Honnigfort und Henrik Brinker (v.l.). Foto: Stadt Haren (Ems)
Stellten die Maßnahmen der Dorfentwicklung vor: Norbert Schuhmacher, Arnold Terborg, Carina Seelhorst, Doris Hölscher, Markus Honnigfort und Henrik Brinker (v.l.). Foto: Stadt Haren (Ems)

Text und Foto: Stadt Haren (Ems)