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Milchkontrollverein Hestrup zieht Bilanz

Milchkontrollverein Hestrup zieht Bilanz – Wanderpokal geht an Grüner aus Holt und Haar

Auf der Jahreshauptversammlung des Milchkontrollvereins (MKV) Hestrup wurden die Milchleistungen des letzten Jahres miteinander verglichen und sich unter den Berufskollegen ausgetauscht. Die 27 Mitgliedsbetriebe hielten im letzten Jahr zusammen 3.135 Kühe, die insgesamt 11.132 Kilogramm Milch gaben. Bei nicht veränderter Milchmenge, aber leicht gestiegenen Inhaltsstoffen erreichte man eine Leistung von 844 Kilogramm Fett und Eiweiß.

Die höchste durchschnittliche Leistung pro Kuh hatte nach Ausführung von Gerd Lüken vom Landeskontrollverband (LKV) Leer der Betrieb Möller GbR aus Brandlecht, gefolgt von Grüner aus Holt und Haar und Loxtermann aus Hestrup. Die höchste Jahresleistung erbrachte die Dynamo-Tochter Zecke von Grüner mit über 16.000 Kilogramm Milch und 1248 Kilogramm Fett und Eiweiß.

Die besten Jungtiere stehen im Stall der Möller GbR. Insgesamt 30 Kühe im Kontrollverein haben bereits die Marke von 100.000 Kilogramm Lebensleistung überschritten. Die Truman-Tochter „Wonne“ aus dem Betrieb Grüner aus Holt und Haar führt die Liste mit 144.700 kg an. Auch die Kühe „Sacha“ von Mensmann aus Brandlecht und „Riesin“ von Vorbrock aus Wengsel glänzen mit einer sehr guten Lebensleistung.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist die jährliche Ehrung der besten Milcherzeuger mit Vergabe des Wanderpokals. Die besten Herden in der Kombination der Rangierung nach Fett und Eiweiß Kilogramm (Leistung), der Zellzahl (Eutergesundheit) und der Lebenstagleistung (Milchmenge je Lebenstag) waren Grüner aus Holt und Haar, gefolgt von Ketthorn aus Wengsel, Möller aus Brandlecht, Schulte aus Neerlage und Loxtermann aus Hestrup.

Bei den turnusmäßigen Wahlen wurde Andre Wenning in seiner Vorstandsposition bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Lennard Grüner, der auf Jürgen Krabbe aus Brandlecht folgt. Krabbe schied nach 20 Jahren Vorstandsarbeit aus dem Gremium aus.

Zum Abschluss der Veranstaltung referierte die Landwirtin Marike Loesing aus Ostfriesland über die Einsatzmöglichkeiten von „Precisio Dairy Farming“. Im Fokus standen technische Lösungen zur frühzeitigen Erkennung von Gesundheitsproblemen bei Milchkühen, etwa durch den Einsatz moderner Sensorsysteme am Tier.

Text und Foto via Anna Brink