Milchkontrollverein Ohne spendet an Familienhaus – Wanderpokal geht an die Oeding-Erdel GbR
Ohne. Im Februar versammelten sich 20 Milchviehbetriebe aus Samern, Suddendorf und Ohne zum alljährlichen Milchkontrollfest, um die Leistungen des letzten Jahres miteinander zu vergleichen und sich auszutauschen. Der „Ilse-Kessler-Wanderpokal“, der noch aus Zeiten der alten Molkerei in Ohne stammt, ging in diesem Jahr an die Oeding-Erdel GbR aus Ohne. Er wird für die beste Keimzahl der abgelieferten Milch verliehen, die ein Indikator für Sauberkeit und Hygiene ist, berichtet der Vorstand des Milchkontrollvereins (MKV). Die höchste Herdendurchschnittsleistung erreichte die Schepers GbR aus Samern. Die höchste Lebensleistung erreichte die Kuh Fewa von Gert Ruschulte aus Ohne. Die höchste Färsenleistung ging ebenfalls an die Schepers GbR, und die besten Zellzahlergebnisse in der Herde erzielte die Lammers GbR – eine geringe Zellzahl steht für eine gute Eutergesundheit der Kühe.
Der Vorstand bemüht sich vor der Versammlung, Sachspenden von landwirtschaftsnahen Firmen aus dem Vor- und Nachgelagerten Bereich zu akquirieren. „Dabei sind wieder nützliche Dinge zusammengekommen, die jeder Milchviehbetrieb gebrauchen kann – zum Beispiel Milchpulver für Kälber oder Mais-Saatgut“, berichten Johann Wessels und Stephen Brameier vom Vorstand des MKV. „Die Sachspenden werden dann unter den Landwirten verlost. Dabei ist in diesem Jahr eine Summe von 1.396 € zusammengekommen, die wir dem Familienhaus am Universitätsklinikum Münster e.V. spenden möchten“, führen die beiden Landwirte weiter aus. Das Familienhaus bietet Angehörigen von Patienten, die nicht aus Münster kommen, eine kostengünstige, kliniknahe Unterkunft und einen Ausgleich zum belastenden Klinikalltag. Simon Schlattmann, Geschäftsführer des Familienhauses, war extra aus Münster nach Ohne angereist, um die Spende persönlich anzunehmen und sich bei den landwirtschaftlichen Familien zu bedanken. Er erzählt, dass die Spenden zum einen für die psychosoziale Unterstützung der Familien, sprich für Therapeuten und zum Beispiel Sport-Kooperationen, aber zum anderen auch für Instandhaltungsarbeiten am Dach genutzt werden. Schlattmanns Mutter hatte das Familienhaus vor 30 Jahren mit anderen betroffenen Eltern gegründet, als ihr Sohn an Krebs erkrankte und sie mitbekam, wie andere, Nicht-Münsteraner Familien an der teilweise weiten Entfernung zwischen Uniklinikum und ihrer Heimat litten.


Text via Anna Brink
