Mitgliederversammlung der Feuerwehr Neuenhaus

Am Freitagabend trafen sich die Mitglieder der Feuerwehr Neuenhaus zur Jahreshauptversammlung. Ortsbrandmeister Christian Bergmann konnte als Gäste den Samtgemeindebürgermeister Günter Oldekamp, den Vorsitzenden des Feuerschutzausschusses Manfred Jungfer, den Kreisbrandmeister Daniel Loehrke sowie den Gemeindebrandmeister Christian Patzki begrüßen. Zu 72 Einsätzen ist die Neuenhauser Wehr im Jahr 2022 gerufen worden. Jeder siebte Einsatz war eine sogenannte Türöffnung. Personen haben einen medizinischen Notfall, können aber selbst die Tür für den Rettungsdienst nicht öffnen. Hier rückt dann die Feuerwehr an, um in die Wohnungen zu gelangen.

So sind es weniger die Großeinsätze, sondern viele kleinere Anlässe die im Schnitt alle fünf Tage die Feuerwehrleute ausrücken lassen. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Guido Schroven lies mit einer Präsentation das vergangene Jahre Revue passieren. Auch bei den zahlreichen Einsätzen werktags kam es zu keinen personellen Engpässen. Die vorgegebenen Hilfsfristen und Personalstärken konnten immer erfüllt werden. Große Investitionen fand im Bereich Schutzkleidung statt und werden in den kommenden Jahren fortgesetzt. Ebenfalls konnten vier neue Atemschutzgeräte gekauft werden.

Jugendwart Steffen Patzki berichtete aus der Jugendfeuerwehr. 20 Jugendliche seien derzeit dabei. In Eigenleistung hat man die Mädchenumkleide in einem neuen Raum im Feuerwehrhaus untergebracht. Nach zwei Jahren Pause fanden im Landkreis auch wieder die ersten Wettbewerbe statt. Für das Jahr 2023 ist ein Zeltlager geplant. In jedem Jahr verstärken ehemalige Mitglieder der Jugendabteilung die Reihen der Einsatzabteilung.

In seinem Grußwort bedankte sich Günter Oldekamp für das Engagement der Kameradinnen und Kameraden. Die Bestellung eines neuen Tanklöschfahrzeuges sei erfolgt. Allerdings ist mit einer zweijährigen Lieferzeit zu rechnen. In diesem Jahr gehe es mit der Beschaffung des Einsatzleitwagens weiter. Viel sei man mit dem Katastrophenschutz beschäftigt, so Oldekamp. Zur Warnung der Bevölkerung sollen neue Sirenen beschafft werden. Hierfür liegt nun ein Ausleuchtungsgutachten für Standorte in der Samtgemeinde Neuenhaus vor.

Kreisbrandmeister Daniel Loehrke bedankte sich für die Bereitschaft zahlreicher Mitglieder aus Neuenhaus, zusätzliche Aufgaben in der Kreisfeuerwehr zu übernehmen. Auch er gab einen kleinen Ausblick auf das kommende Jahr. In der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Nordhorn wird die Atemschutzübungsstrecke erneuert. Ein vom Landkreis in Neuenhaus stationiertes Wechselladerfahrzeug wird ersetzt. Das jetzige wechselt zur FTZ. Geplant ist die Anschaffung eines weiteren Abrollbehälter. Dieser wird umfangreiches Schlauchmaterial verlastet haben, um über längere Strecken Wasser zu fördern.

Für rege Dienstbeteiligung übergab der Vorsitzende des Fördervereins, Heinz-Bernd Voet, den Feuerwehrleuten Gerwin und Lasse Raterink, Klaus Menzel sowie Eike Hüseman je ein Jahresabo einer Feuerwehrzeitschrift. Bergmann bedankte sich beim Verein für die Unterstützung. Jedes Jahr wird zusätzliche Ausrüstung und Geräte beschafft um die Fähigkeiten im Dienst, Ausbildung und im Einsatz zu verbessern.

Gemeindebrandmeister Patzki übernahm die Beförderungen. Simon Witte und Jason Willige traten aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst über und wurden zu Feuerwehrmannanwärtern ernannt. Louis Westenberg, der im vergangenen Jahr aus der Jugendfeuerwehr übertrat, ist nun Feuerwehrmann. Zur Hauptfeuerwehrfrau wurde Yvonne Leuchtmann befördert. Zum Hauptfeuerwehrmann Mats Schneider.

Text und Foto: Feuerwehr Neuenhaus