Mobile Teams stellen Impftätigkeit ein – Ab Mitte Dezember erfolgt Immunisierung zum Schutz vor Corona ausschließlich über hausärztliche Versorgung

Meppen. Ab dem kommenden Jahr werden die Covid-19-Impfungen nur noch im medizinischen Regelversorgungssystem vorgenommen, heißt: bei den jeweils behandelnden niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzten. Das hat das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung bekannt gegeben. Damit endet die Tätigkeit der mobilen Impfteams auch im Landkreis Emsland. Die Impfaktionen im Bereich der Impfteams des Malteser Hilfsdienstes (MHD) Papenburg werden am Donnerstag, 15. Dezember, zum letzten Mal durchgeführt. Bei den Teams des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Kreisverband Emsland, die im Bereich Meppen und Lingen im Einsatz waren, werden am Freitag, 16. Dezember, die letzten Impfungen stattfinden.

„Die Teams unter dem ärztlichen Leiter Dr. Wolfgang Hagemann haben damit zwei Jahre lang einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Coronapandemie im Emsland geleistet. Für dieses unermüdliche Engagement über diesen langen Zeitraum möchte ich allen, die hier aktiv im Einsatz waren, meinen herzlichen Dank aussprechen“, betont Landrat Marc-André Burgdorf anlässlich des Auslaufens der Impftätigkeit. Der Landrat ruft im Zuge dessen auch nochmals dazu auf, die Impfangebote der mobilen Teams zu nutzen, solange dies noch möglich ist.

Der Landkreis Emsland hatte zu Beginn der Pandemie im Dezember 2020 eigene Impfzentren in Lingen (Emslandhallen) und Papenburg (Forum Alte Werft) eingerichtet, die ab Februar 2021 den termingebundenen Impfbetrieb aufnahmen. Schon ab dem 4. Januar 2021 führten mobile Impfteams in den Pflegeeinrichtungen und Seniorenheimen Impfungen durch. Der Landkreis Emsland beauftragte den MHD für die Impftätigkeit im Nordkreis. Das DRK war für das mittlere und südliche Emsland zuständig.

Nachdem mit Beendigung der Beauftragung durch das Land Niedersachsen die stationären Impfzentren im September 2021 geschlossen werden mussten, verlagerte sich die Impftätigkeit auf mobile Teams. Diese bieten seitdem dezentral und ohne Termin in den kreisangehörigen Kommunen das Impfen „vor der Haustür“ an, sind aber auch in den festen Impfstationen im Papenburger Jugendgästehaus, Kirchstraße 38, in Lingen in den Emslandhallen und in Meppen in der MEP aktiv.

„Verimpft werden in der Regel immer die neuesten zugelassenen Impfstoffe, und das bis zuletzt“, sagt Hagemann. Ab Dienstag, 29. November, soll den emsländischen Impfteams auch der neue BA.4/5-Impfstoff von Moderna für Auffrischungsimpfungen zur Verfügung stehen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt den Einsatz dieses Impfstoffs ab 30 Jahren. Unter 30-Jährige werden mit dem neuen Impfstoff von BioNTech/Pfizer geboostert, der zum Schutz vor den aktuellen Omikron-Varianten BA.4/5 entsprechend angepasst wurde.

Die festen Impfstationen in Lingen, Meppen und Papenburg sind Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 17.30 Uhr sowie Donnerstag von 10 bis 18.30 Uhr geöffnet. In allen festen Impfstationen kann zudem ein Impfangebot für Kinder von fünf bis elf Jahren nach den STIKO-Empfehlungen in Anspruch genommen werden, d. h. wurden durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt chronische Vorerkrankungen bestätigt, können zwei Grundimmunisierungen und bis zu zwei Auffrischungsimpfungen durchgeführt werden. Aber auch Kinder ohne Vorerkrankung können laut neuesten Erkenntnissen der STIKO nach individueller Risikoabschätzung und in Absprache mit dem behandelnden Arzt eine Grundimmunisierung (2 Impfungen) erhalten, wenn in ihrem Umfeld Kontaktpersonen mit einem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf leben, die selbst nicht geimpft werden können oder die durch eine Impfung nicht ausreichend geschützt sind.

Die Impftermine „vor der Haustür“ sowie weitere Informationen rund um die Coronaimpfungen sind unter www.emsland.de zu finden.

Text: Landkreis Emsland