Nachtma(h)l-en im Zeichen der Blumenschau

Papenburg. Konzentriert betrachten am Donnerstagabend rund 30 Hobbymalerinnen und -maler ihre Kunstwerke auf den Leinwänden, die vor ihnen auf den Tischen stehen. Sie alle ziert das gleiche Motiv: Das Seerosen-Kompass-Logo der Blumenschau 2019 in Papenburg. Bei der Aktion Nachtma(h)l-en im Alten Gasthaus Kuhr geht es an diesem Abend darum, ohne Vorkenntnisse ein eigenes Kunstwerk zu erschaffen. Dozentin ist Editha Janson, die für die Kunstschule Zinnober arbeitet. Ebenfalls von der Kunstschule mit dabei ist Dr. Viola Tallowitz-Scharf, die sich auch an einem Motiv versucht. „Wir erarbeiten hier Schritt für Schritt ein kleines Acrylgemälde“, erklärt Janson. Begonnen wird mit der leeren Leinwand und nach rund drei Stunden hält jeder Teilnehmer ein fertiges Werk in den Händen, das man dann mit nach Hause nehmen kann. „Die unterschiedlichen Schritte werden dabei einzeln erklärt und gezeigt, so dass jeder mitkommt.“

Das Seerosen-Kompass-Logo stand beim Nachtma(h)l-en im Alten Gasthaus Kuhr im Mittelpunkt und wurde von den rund 30 Teilnehmern in eigenen Variationen erstellt. Foto: Stadt Papenburg
Das Seerosen-Kompass-Logo stand beim Nachtma(h)l-en im Alten Gasthaus Kuhr im Mittelpunkt und wurde von den rund 30 Teilnehmern in eigenen Variationen erstellt. Foto: Stadt Papenburg

Um 18.30 Uhr war die jüngste Auflage des Nachtma(h)l-ens im Alten Gasthaus Kuhr angelaufen. Nach gut zwei Stunden haben die meisten Bilder schon fast ihren letzten Schliff erhalten. Und auch wenn das Blumenschau-Motiv für alle als Vorlage vorgesehen war, so sieht doch jedes Bild anders aus. Wichtig beim Malen ist dabei die Kombination mit der Kulinarik, erklärt Jutta Schulte. Sie hat das Konzept des Nachtma(h)l-ens entwickelt und hatte auch zu diesem Donnerstagabend eingeladen. „Alle arbeiten zwar konzentriert an ihren Werken. Aber der Spaß und auch die Entspannung sollen nicht zu kurz kommen“, erklärt Schulte. Sie selbst hat ebenfalls einen Pinsel in der Hand und verleiht ihrem Bild noch ein paar „Highlights“. „Die Angebote werden immer gut angenommen. Meistens haben wir dabei bis zu 30 Teilnehmer.“ Denn es gehe neben dem gemeinsamen Malen, Essen und Trinken auch darum, wirklich etwas zu lernen.

„Darum kooperieren wir mit unserem Nachtma(h)l-en in Papenburg auch mit der Kunstschule Zinnober. Diese Auflage unserer Aktion ist bereits die 10. Zusammenarbeit“, erklärt Schulte. Im Hintergrund erläutert Editha Janson inzwischen, wie auch die übrigen Nachwuchsmaler ihren Bildern noch den letzten künstlerischen Schliff verpassen können. „Wir sind im Laufe des Jahres mit dem Nachtma(h)len noch in Esterwegen und kommen am 1. November auch noch einmal zurück nach Papenburg“, kündigt Jutta Schulte an.

Als nächster wichtiger Termin steht für Schulte und die Kunstschule Zinnober aber zunächst die Blumenschau in Papenburg an. „Wir überlegen im Moment, wie wir einen Teil der heute gemalten Bilder dort ausstellen können. Außerdem bietet sich die Blumenschau für ein solches Konzept natürlich an. Mal sehen, ob wir nicht ein Nachtma(h)l-en in der Zeit auf die Beine stellen können“, so Schulte weiter. Sie gehe davon aus, dass das Angebot auch dann schnell ausgebucht sei. „Wir erheben eine Gebühr von 55 Euro pro Teilnehmer für den Abend. Darin sind die Materialien und die Leinwand sowie Essen und Trinken enthalten. Diese besondere Kombination von Kunst und Genuß lockt viele Leute an.“ Ob im Sommer viele Kunstbegeisterte ein solches Angebot auf der Blumenschau nutzen, will Schulte nun herausfinden. „Es wäre auf jeden Fall ein toller Rahmen, denn jeder ist ein Künstler.“

Ein Interview mit Jutta Schulte sehen Sie hier:

Text und Foto: Stadt Papenburg