Neubau ins Gespräch gebracht – Weiterentwicklung der Leitstellen in Meppen und Nordhorn – Gremien entscheiden voraussichtlich im Sommer

Nordhorn/Meppen. In den Kreisverwaltungen in Nordhorn und Meppen befinden sich aktuell Leitstellen, die seit 2014 in einem virtuellen Verbund zusammenarbeiten. Damit konnten unter anderem bereits die Qualität der Notrufabfrage und die landkreisübergreifende Kommunikation verbessert werden. Eine vollständige Harmonisierung der Arbeitsprozesse ist jedoch über die Jahre nicht gelungen. Dies nahmen die entsprechenden Fachausschüsse der beiden Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim zum Anlass, die Weiterentwicklung der Leitstellen zu erörtern.

Grundlage für die Überlegungen bildete das Konzeptpapier eines Fachbüros aus München. Dieses stellte dar, dass durch die zwei getrennten Standorte bei der Dienstplanung ein Personalmehrbedarf bestehe. Ein flexibler Personaleinsatz auf der Basis eines gemeinsamen Dienstplanmodels sei in der Praxis nicht zu realisieren, hieß es. Darüber hinaus ließen die Erfahrungen mit dem virtuellen Leitstellenverbund in den vergangenen Jahren den Schluss zu, dass der Betrieb von zwei Leitstellenstandorten als unwirtschaftlich gewertet werden könne.

„In puncto Sicherheit haben wir das angestrebte Ziel erreicht. Durch den erweiterten Personalpool im Leitstellenverbund ist verlässlich sichergestellt, dass eingehende Notrufe immer entgegen genommen werden können“, betont Landrat Marc-André Burgdorf (Landkreis Emsland). Es zeichne sich allerdings bereits jetzt ab, dass sich die Aufgabenfülle der Leistellen weiter erhöhen werde. „Leitstellen werden sich noch mehr als jetzt schon zu universellen Ansprechpartnern für den Bürger in Notlagen entwickeln“, sagt Landrat Uwe Fietzek (Landkreis Grafschaft Bentheim). „Grundsätzlich aber ist die Zusammenlegung für beide Landkreise die bestmögliche Lösung, vor allem vor dem Hintergrund gemeinsamer Standards, der Arbeitsabläufe und der immer weiter zunehmenden Qualitätsanforderungen“, betont Fietzek. „Um die neuen zu erwartenden Herausforderungen effizient leisten zu können, müssen bestehende Strukturen jetzt überdacht und gegebenenfalls verändert werden“, sagt Burgdorf.

Im Ergebnis waren sich die Mitglieder des Feuerschutzausschusses des Landkreises Emsland und des Ausschusses für Feuerschutz und Ordnung des Landkreises Grafschaft Bentheim einig, dass eine gemeinsame Leitstelle an einem Standort die richtige Lösung sei. Das bedeutet, dass es einen Neubau geben wird, in dem die Leitstelle untergebracht ist. Außerdem soll ein Konzept für den Übergang erarbeitet werden. Zeitgleich wird die Planung eines Neubaus mit den Kapazitäten für die erwarteten Aufgaben vorangetrieben werden. Die gemeinsame Leitstelle soll als Anstalt des öffentlichen Rechts organisiert sein.

Das Thema wird in den zuständigen Fachausschüssen und Kreistagen der beiden Landkreise voraussichtlich im Sommer vorgestellt, wo dann auch die notwendigen politischen Beschlüsse zur Weiterentwicklung der Leitstellen gefasst werden müssen.

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