Neue Feuerwehrtaucher für die Landkreise Emsland, Osnabrück und Oldenburg –

Prüfung der Feuerwehren Haren, Haselünne, Meppen, Papenburg, Bramsche (Os) und Osnabrück am Speicherbecken Geeste

Das Reagieren auf eine Notsituation, sowie das Retten eines verunfallten Tauchers standen ebenfalls auf der Tagesordnung Foto: Jens Menke, Feuerwehr Meppen
Das Reagieren auf eine Notsituation, sowie das Retten eines verunfallten Tauchers standen ebenfalls auf der Tagesordnung Foto: Jens Menke, Feuerwehr Meppen

26 angehende Feuerwehrtaucher aus den Landkreisen Osnabrück und Emsland sowie der Stadt Oldenburg haben die 41 Unterrichtstunden dauernde theoretische Ausbildung zum Feuerwehrtaucher absolviert.  In drei Abschnitten in Epe (Stadt Bramsche, OS) und Meppen (EL) wurde den Teilnehmern die Grundlagen über das Tauchen und Atemsysteme, verschiedenen Richtlinien und Verordnungen sowie Tauchmedizin vermittelt. Nach der theoretischen Prüfung durften 8 Feuerwehrtaucher und 4 Feuerwehrlehrtaucher gleich im Anschluss das Erlernte in der Praxis zeigen. Die übrigen Lehrgangsteilnehmer haben nun zwei Jahre Zeit die erforderlichen 50 Tauchgänge für die praktische Prüfung zu sammeln.

Das Geester Speicherbecken eignet sich hervorragend für solche Prüfungen Foto: Jens Menke, Feuerwehr Meppen
Das Geester Speicherbecken eignet sich hervorragend für solche Prüfungen Foto: Jens Menke, Feuerwehr Meppen

Für die 8 Feuerwehrtaucher hatte die Prüfungskommission verschieden praktische Übungen vorbereitet. Von einer Plattform ging es direkt auf den Grund des Speicherbeckens. Der Ab- und auch der Aufstieg müssen sehr sorgfältig durchgeführt werden, da ein zu schnelles Ab- bzw. Aufsteigen zu schweren körperlichen Schäden führen kann. Dort musste ein Objekt in ca. 15 Meter Wassertiefe mittels Leinensuchverfahren gefunden werden. Dieses war dann an Land zu bemaßen und im Detail zu beschreiben. An einer weiteren Station mussten die Feuerwehrtaucher ein Eisenrohr mit einer Säge unter Wasser zerteilen. Auch die Rettung verunfallter Taucher sowie der eigene Notaufstieg waren Bestandteil der praktischen Prüfung.

Die Feuerwehrtaucher der Stufe II dürfen nach bestandener Prüfung nicht nur in Wassertiefen bis 20 Meter tauchen, sondern auch sägen, Seile anschlagen und Hebekissen anbringen. Zusätzlich dürfen sie auch in Gefahrenbereichen, wie zum Beispiel unter Eisdecken oder in Schleusen und anderen Bauwerken tauchen.

Insgesamt zeigte sich der Prüfungsausschuss unter dem Vorsitz von Quentin Mehrholz (Meppen) von den guten Leistungen sehr beeindruckt.  Auch die Feuerwehrlehrtaucher Björn Brand (Meppen), Daniel Veltrup (Haren), Klaus Schütte (Oldenburg) und Udo Stückemann (Epe/Bramsche OS) hatten nicht viel zu beanstanden.

Seit 1999 durchliefen bereits über 140 Lehrgangsteilnehmer aus den Landkreisen Emsland und Osnabrück sowie der Stadt Oldenburg die Ausbildung. Die emsländischen Feuerwehrtauchergruppen aus Papenburg, Haren, Haselünne und Meppen kommen rund 20 Mal im Jahr zum Einsatz.

Prüflinge und Prüfer nach der Übergabe der Bescheinigungen Foto: Jens Menke, Feuerwehr Meppen
Prüflinge und Prüfer nach der Übergabe der Bescheinigungen Foto: Jens Menke, Feuerwehr Meppen

Text und Fotos: Jens Menke, Feuerwehr Meppen