Neuer Dorfplatz in Klausheide offiziell freigegeben – Zentraler Ort für Dorfgemeinschaft soll mit Leben gefüllt werden

Nordhorn. Genau nach Zeitplan wurden die Arbeiten am neuen Dorfplatz im Nordhorner Ortsteil Klausheide abgeschlossen. Rund drei Monate nach dem symbolischen ersten Spatenstich konnten Bürgermeister Thomas Berling sowie Vertreterinnen und Vertreter des Arbeitskreises Dorferneuerung, des Amtes für Regionale Landesentwicklung, der beteiligten Firmen sowie aus Rat und Verwaltung den neu gestalteten Platz einweihen.

„Das neue Konzept für diesen Platz ist so schlüssig, dass man schon fast vergessen hat, wie es vorher aussah“, befand die stellvertretende Stadtbaurätin Milena Schauer. Rund 460.000 Euro hat die Umgestaltung des Dorfplatzes gekostet. Davon wurden rund 305.000 Euro im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms vom Land Niedersachen gefördert. Mit dem Geld wurde der in die Jahre gekommene Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus am Klausheider Weg mit einer attraktiven neuen Pflasterung ausgerüstet. Um die vorhandenen Bäume herum wurden neue Beete angelegt und stimmig bepflanzt. Auch die Parkplatzsituation wurde optimiert. Auf der neuen Stellfläche gegenüber des Dorfgemeinschaftshauses steht nun auch eine Stromtankstelle zur Verfügung, an der sowohl Elektroautos als auch Elektrofahrräder aufgeladen werden können.

Vor dem Eingang des St. Ludgerus Kindergartens wurde eine Freifläche angelegt, auf der in den kommenden Monaten noch Rasen anwachsen wird. Zwei weitere, nicht gepflasterte Flächen wurden mit einer sogenannten wassergebundenen Deckschicht ausgerüstet, die beispielsweise zum Boule-Spielen einlädt. Neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sowie neue Sitzbänke und -blöcke runden das Bild ab.

Um den Verkehr auf dem Klausheider Weg zu beruhigen und das Überqueren der Straße zu erleichtern, wurde auf Höhe des Dorfplatzes außerdem ein neuer Fahrbahnteiler angelegt. Die Bushaltestelle wurde verlegt und näher an das Dorfgemeinschaftshaus herangezogen.

Darüber hinaus wird auf dem Dorfplatz ab sofort kostenloses WLAN angeboten. Die Initiative Freifunk hat dazu in Zusammenarbeit mit dem St. Ludgerus Kindergarten kostenlos entsprechende Hotspots eingerichtet. Die Anschaffungskosten für die dazu notwendigen Geräte trägt die städtische Wirtschaftsförderung.

„Klausheide lebt im Moment richtig auf“, stellte Bürgermeister Thomas Berling zufrieden fest. Das sei an der positiven Dorfentwicklung ebenso zu spüren wie an der wirtschaftlichen Entwicklung in den Gewerbegebieten, an der guten Auslastung des Kindergartens und am Tatendrang in den örtlichen Vereinen und sonstigen Organisationen. Sehr erfreut sei er über die Meldung gewesen, dass eine private Initiative einen Weihnachtsbaum auf dem neuen Dorfplatz aufgestellt hat. Mitglieder des Arbeitskreises Dorferneuerung, die Kirchengemeinden, der Sport- und Schützenverein und weitere planen außerdem bereits ein Dorffest für Ende Mai, um den neuen Dorfplatz angemessen einzuweihen. „Genau diese Stärkung der Dorfgemeinschaft haben wir uns von der Dorferneuerung erhofft und wollen dieses Aufleben als Stadtverwaltung gerne positiv begleiten“, so Berling.

Die Neugestaltung des Dorfplatzes ist das erste große Projekt im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms für Klausheide. Der Dorferneuerungsplan wurde von einem Arbeitskreis unter intensiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger entwickelt. Ziel ist es, Klausheide auf vielen verschiedenen Ebenen für die Zukunft fit zu machen. Dafür gibt es Fördermittel vom Land Niedersachsen, sowohl für öffentliche als auch für private Maßnahmen.

„Die Umgestaltung des Dorfplatzes hat für einen richtigen Motivationsschub bei den Menschen in Klausheide gesorgt“, findet Thomas Bräutigam, zweiter Vorsitzender des Arbeitskreises Dorferneuerung. Der Erfolg gebe Schwung für weitere Projekte. „Rund um die Schule soll zum Beispiel noch viel passieren und wir haben noch einiges mehr auf dem Zettel“, so Bräutigam.

Sylvia Backers vom für die Fördermittel zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung in Meppen gratulierte allen Beteiligten zur gelungenen Umsetzung der Maßnahme: „Da freuen wir uns natürlich umso mehr auf die weiteren Fördermittelanträge aus Klausheide.“

Text & Foto: Stadt Nordhorn