Papenburg ehrt einen besonderen Bürger

Papenburg. Wilhelm Polak (1925-2015) stammte aus einer jüdischen Handelsfamilie und war Papenburger mit Leib und Seele. Er überlebte als einer der Wenigen die Schrecken und Gräuel des Krieges und die Herrschaft der Nationalsozialisten. Im Jahr 1949 kehrte er in seine Heimatstadt zurück und war bis zu seinem Tod einer der prägenden Geschäftsleute der Stadt. Im November 2016 wurde im Wirtschafts-, Tourismus- und Kulturausschuss der Stadt Papenburg einstimmig beschlossen, diesen besonderen Bürger zu ehren. So wurde festgelegt, die Brücke nahe des C&A-Gebäudes am Hauptkanal den Namen „Wilhelm-Polak-Platz“ zu geben. Bis zu seinem Tode überquerte Wilhelm Polak diesen Ort tagtäglich.

„Ich danke der Stadt Papenburg, dass sie meinem Bruder diese besondere Ehre erweist. Wer hätte das für möglich gehalten? Er sicher nicht. Mein Bruder war immer ein bescheidener Mensch“, diese bewegenden Worte sendete Ilse Polak, die Schwester von Wilhelm Polak, per Videonachricht an Papenburg Kultur. Als eine der wenigen Überlebenden der Familie wanderte sie 1949 nach New York aus und blieb dort bis heute. Papenburg Kultur plant die Veranstaltung zur Enthüllung einer Gedenkstehle am „Wilhelm-Polak-Platz“. Am Dienstag, 30. Januar, beginnt die Einweihung des Ortes um 10 Uhr im Kino Papenburg. Dort werden ein Interview von Wilhelm Polak, ein Bericht über die Ausstellungseröffnung seines Lebens in Kaliningrad und ein themenbezogener Kurzfilm gezeigt. Das Klezmer-Ensemble des Gymnasiums Papenburg, unter der Leitung von Hagen Stach, wird die Einweihung musikalisch begleiten.

An der Einweihung kann jeder Bürger Papenburgs teilnehmen. Da die Plätze im Kino begrenzt sind, bittet Papenburg Kultur um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an kultur@papenburg.de oder telefonisch unter 04961-82307. Die anschließende Einweihung am Platz selbst bedarf keiner Anmeldung.

 

Foto und Text: Stadt Papenburg