Pkw brennt direkt neben Gebäude in Lingen – Fensterscheibe platzt, Jalousien schmelzen – Feuerwehr verhindert Übergreifen der Flammen auf Wohngebäude
Lingen. Ein brennender Pkw hat am Dienstagmittag in der Haselünner Straße in Lingen einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Gegen 12:12 Uhr wurde die Feuerwehr mit einem Voralarm zu einem Fahrzeugbrand auf Höhe der Hausnummer 150 alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Fahrzeug bereits in Vollbrand.
Besonders kritisch war die Situation, weil der Pkw unmittelbar an einem Gebäude geparkt war. Dadurch bestand akute Gefahr, dass die Flammen auf die Fassade und das Wohnhaus übergreifen könnten.
„Beim Eintreffen unseres ersten Fahrzeugs stand der Pkw bereits im Vollbrand. Die Problematik war, dass das Fahrzeug direkt an einem Gebäude geparkt war und auf dieses Gebäude überzugreifen drohte“, schildert Stefan Behlmann von der Feuerwehr Lingen die Lage vor Ort.
Löschangriff zeigt schnell Wirkung
Mit dem schnellen Eintreffen eines zweiten Feuerwehrfahrzeugs konnte die Situation zügig unter Kontrolle gebracht werden. Die Einsatzkräfte begannen unmittelbar mit den Löscharbeiten und gingen zunächst mit Wasser gegen den Brand vor.
Nach Angaben der Feuerwehr wurde dem Feuer durch den gezielten Löschangriff schnell Energie entzogen. Dadurch gelang es, die Flammen einzudämmen und ein Übergreifen auf das angrenzende Gebäude zu verhindern.
„Wir haben ganz normal mit Wasser die Energie aus dem Brand rausgenommen und konnten das Feuer so relativ schnell unter Kontrolle bekommen“, erklärt Behlmann. Das schnelle Nachrücken weiterer Kräfte hat zusätzlich dazu beigetragen, den Brand effektiv zu bekämpfen.
Der Pkw selbst wurde durch das Feuer vollständig zerstört.
Kontrolle mit Wärmebildkamera im Gebäude
Nachdem der Fahrzeugbrand gelöscht war, überprüften Einsatzkräfte vorsorglich auch das Gebäude. Hierbei kam eine Wärmebildkamera zum Einsatz. Ziel war es, mögliche Glutnester oder versteckte Hitzeeinwirkungen frühzeitig zu erkennen und auszuschließen, dass sich das Feuer unbemerkt auf die Gebäudestruktur übertragen hatte.
„Nach dem Ablöschen des Hauptbrandes sind wir ins Gebäude vorgegangen und haben dort mit der Wärmebildkamera mögliche Glutnester oder Hitzeeinwirkungen kontrolliert“, berichtet Behlmann.
Nach Abschluss der Kontrolle konnte Entwarnung gegeben werden: Ein Gebäudebrand war nicht entstanden.
Schäden an Fassade und Fenster
Ganz ohne Schäden blieb der Vorfall dennoch nicht. Durch die enorme Hitzeentwicklung wurden außen am Gebäude mehrere Jalousien beschädigt. Außerdem platzte eine Fensterscheibe. Auch im Innenbereich wurden kleinere Schäden festgestellt.
„Am Gebäude sind von außen die Jalousien verschmolzen und eine Scheibe ist geplatzt. Im Weiteren hat es kleinere Schäden im Innenbereich gegeben“, so Behlmann weiter.
Trotz der unmittelbaren Nähe des brennenden Fahrzeugs zum Gebäude konnte die Feuerwehr durch ihr schnelles Eingreifen verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitete. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Zur Brandursache liegen derzeit noch keine weiteren Informationen vor.
