AktuellesCloppenburg

Planungsausschuss empfiehlt Förderungen und weitere Maßnahmen

Landkreis Cloppenburg. Der Ausschuss für Planung, Umwelt und Klimaschutz hat in seiner letzten Sitzung der Legislaturperiode mehrere Vorhaben beraten.
Der Landkreis soll sich am Projekt „Naturkieker“ der Oldenburgischen Landschaft beteiligen. Dafür sollen entlang der Achse von Friesland über das Ammerland bis in den Landkreis Cloppenburg sogenannte Naturkieker-Punkte eingerichtet werden. Sie sollen auf einer Internetseite auf besondere Orte und Entwicklungen in Natur und Landschaft hinweisen. Bürgerinnen und Bürger können sich beteiligen, eigene Beobachtungen teilen und Fotos hochladen. Der Landkreis soll sich zunächst fünf Jahre lang mit jährlich 3.000 Euro beteiligen. Voraussetzung ist, dass sich auch der Landkreis Ammerland beteiligt. Der Ausschuss stimmte der Beteiligung einstimmig zu. Ziel des Projekts ist es, Natur und biologische Vielfalt besser kennenzulernen, zu dokumentieren und zu fördern.
Für die Erweiterung des Gewerbegebiets „Westerloh“ in Bösel empfiehlt der Ausschuss dem Kreistag, einen Zuschuss von 25 Prozent der förderfähigen Kosten zu gewähren. Der Zuschuss soll höchstens 110.503,42 Euro betragen. Das Gewerbegebiet soll um rund 3,6 Hektar erweitert werden. Nach Angaben der Gemeinde liegen bereits konkrete Anfragen von Unternehmen vor. Mindestens 15 zusätzliche Arbeitsplätze könnten entstehen.
Der Ausschuss hat außerdem den aktuellen Sachstand zum Ausbau der Stromnetze beraten und zur Kenntnis genommen. Informiert wurde unter anderem über die geplante Fertigstellung der 380-Kilovolt-Leitung Conneforde–Cloppenburg–Merzen Ende 2026 und ihre vollständige Inbetriebnahme im Jahr 2027. Außerdem ging es um weitere Hoch- und Höchstspannungsleitungen sowie das Wasserstoff-Kernnetz. Der Landkreis hat sich an mehreren Beteiligungsverfahren mit Stellungnahmen beteiligt.
Zum Klimaschutzkonzept des Landkreises nahmen die Abgeordneten einen Bericht zur Kenntnis. Vorgestellt wurden unter anderem die geplante aufsuchende Energieberatung, ein Zuschuss zum Jobticket für Beschäftigte sowie Anforderungen an Klimaschutz und Klimafolgenanpassung bei künftigen Schulbauprojekten. Außerdem läuft derzeit die Kampagne „Grüne Hausnummer“. Rund zehn Bewerbungen sind bislang eingegangen.
Die abschließenden Entscheidungen zu den beschlossenen Empfehlungen trifft der Kreistag.

Text: LK Cloppenburg