Pünktlich zum Mai: Der Maikäfer

 

Geeste. Jubel, Trubel, Heiterkeit – die Maikäfer sind mal wieder da. Und dieses Jahr sogar pünktlich im Mai.

Wer im Moment mit dem Fahrrad unterwegs ist oder am spazieren gehen ist, kann die ersten Maikäfer sehen. So berichten uns unsere Leser von ersten Sichtungen im Bereich Geeste.

Doch was ist mit diesen kleinen Hubschraubern, die abends mit einem dumpfen summen über uns hinweg summen. Diese kleinen Hubschrauber, die nun an lauen Mainächten oben um die Laternen schwirren und auch mal ganz salopp und tolpatschig auf den Boden fallen? Warum schaut man sie so gespannt an und warum haben Kinder so viel Spaß daran?

Ganz einfach. Wir alle haben bestimmt „Max und Moritz“ gelesen. im Fünften Streich kam es bei Onkel Fritz zu diesen lustigen Maikäfern, die im Bett waren. Viele, auch Erwachsene, erinnern sich in diesem Zusammenhang an ihre Kindheit zurück. Oft hört man dann „Oh ja, diese Maikäfer kennen wir doch seit Max und Moritz!“.

Dann gibt es noch viele kleine Geschichten um die Vermehrung und Entstehung der Maikäfer. Engerlinge heißen die „Maden“, aus denen sich ein Maikäfer verpuppt. Doch braucht diese Methamorphose, diese Umwandlung wirklich sieben Jahre?

Nicht wirklich, aber es dauert alles schon sehr lange. Die Larven (Engerlinge) schlüpfen nach ca. vier bis sechs Wochen nach der Eiablage. Die Larven leben dann ca. vier Jahre unter der Erde. Dort nehmen sie Nahrung auf und wachsen. Die  Engerlinge verpuppen sich dann im vierten Freßsommer in einer Höhle, die circa einem Meter unter der Erde liegt. Nach etwa vier bis sechs Wochen schlüpfen dann die Maikäfer aus den Puppen und überdauern in den Höhlen bis zum nächsten Frühjahr.

Wenn dann die Temperaturen fünf Tage über 11° Celsius liegen und es kein Regen gibt, dann verlassen die jungen Maikäfer ihre Höhlen. Dieses geschieht dann meistens in der Dämmerung.

Und genau das ist in den letzten Tagen alles so gewesen. Und daher trifft man diese schönen kleinen Hubschrauber im Moment wieder wenn man unterwegs ist. Der Maikäfer – immer wieder ein schönes Erlebnis, wenn man ihn sieht.

Text: Marco Schlösser

Foto: Laura Schönhuber