Rikas veröffentlichen neue Single „Superstitious“

Nach dem Erscheinen Ihres Debütalbums „Showtime“ und einer ausverkauften Tournee Ende 2019 durchkreuzte die Pandemie auch ihre Pläne und die Band fand sich in einer Schreibblockade wieder. Ende 2020 katapultierten sich Rikas mit Overthinking, ihrer Ode an und gegen den Selbstzweifel, jedoch zurück auf den Radar. Mit neu entdeckter Motivation und Spielfreude sind Rikas jetzt mit frischer Musik und Energie bereit für einen Sommer.

Welchen Wert hat Kunst und Kultur in einer überkapitalisierten Welt? Zu Stereo ließen Rikas die Fans entscheiden und versteigerten sich. Im Video zu „Superstitious“ stehen sie als vergoldete Ausstellungsobjekte im Museum und dienen den BesucherInnen als Projektionsfläche und zur Identifikation. Der Song hat jedoch auch noch eine andere, ganz persönliche Ebene. „Wenn man einer anderen Person verfallen ist, dann scheint das Leben zu Teilen fremdbestimmt. Man verliert jegliches Bewusstsein für Rationalität. Und man meint plötzlich Zeichen, Hinweise, Signale zu sehen. Zeichen, die zu der einen Person zurückführen. Mit der Zeit beginnt man an der eigenen Wahrnehmung zu zweifeln. Und letztlich scheint der Boden unter den Füßen zu brechen“, so beschreibt die Band ein Gefühl von dem der Song ursprünglich ausging.

‚Superstitious‘ beschreibt diesen Zustand mit Präzision und Gefühl. Die Worte sind klug gewählt, die Klangwelt mystisch und treibend zugleich. Stevie Wonder trifft auf Post Malone, Toto auf Frank Ocean, Bee Gees auf Metronomy. Der Song knüpft mit seiner sommerlichen Leichtigkeit und zugleich düsteren Note gut an das bisherige Werk der Vier. Stücke wie Picasso, New York, Dancing in my Room treten als Assoziationen auf. Gleichzeitig wagen es Samuel, Ferdinand, Chris und Sascha diesmal den Zeitgeist mit einfließen zu lassen.

„Superstitious ist wie viele der neuen Songs zwischen Lockdowns in Berlin entstanden, in einem kleinen Studio, zusammen mit unserem Freund und Produzent Dennis Neuer. Es begann alles mit einem Linn Drum Loop auf dem wir die Chord Progression schrieben. Sie hatte etwas Mystisches. Wir waren sofort in diesem „Sad Disco“ Moment, fühlten uns an City Pop erinnert. Der Superstitious Part ist entstanden und von da aus nahm der Song seinen Lauf.“

Das Musikvideo ist die dritte Zusammenarbeit mit Regisseur Aladin Mekanovic und treibt den Gedanken des Aberglaubens weiter. Es sind Freund*innen und Familie der Band in Gastrollen zu sehen, was bisher in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. „Alle Schauspieler*innen sind Künstler*innen, die alle vom pandemiebedingten Kulturstillstand betroffen sind. Das war ein Grund diese Menschen, unsere Freund*innen einzubinden. Außerdem war es vermutlich die einzige Situation, in der man sie alle zusammen zu einem Dreh bekommen hätte.“

Die Ästhetik erinnert an Instagram Kanäle wie NOWNESS. „Wir wollten etwas sehr intensives, ästhetisches Schaffen, das durch seine Mystik genauso anziehend wirkt, wie es auch der Song schafft. Wir wollten diesen Anspruch auf Kunst und Ästhetik noch zusätzlich ein Augenzwinkern aufsetzen.“