Riskantes Überholmanöver auf Eis: Lkw-Kollision führt zu Totalschaden
Lähden-Lastrup (Landkreis Emsland), 09.01.2026 – Ein gefährlicher Überholversuch auf spiegelglatter Fahrbahn hat am heutigen Freitag zu einem größeren Rettungseinsatz im Bereich Lähden-Lastrup geführt. Trotz der massiven Zerstörung an den Fahrzeugen kamen die Beteiligten nach ersten Erkenntnissen ohne schwere Verletzungen davon.
Gegen Mittag befuhren zwei Lastwagen die schmale und kurvenreiche Straße Wöstemühle aus Richtung Herzlake. An der Spitze der Kolonne befand sich ein polnischer Sattelzug, gefolgt von einem mit Stückgut beladenen litauischen Lkw samt Anhänger. In einer Situation, die durch tückische Eisglätte geprägt war, setzte der hintere Fahrer zum Überholen an. Das Manöver misslang jedoch: Beim Ausscheren touchierten sich die beiden Zugmaschinen seitlich.
Infolge der Kollision verlor der litauische Lastzug auf der glatten Fläche jegliche Bodenhaftung. Das Gespann schleuderte unkontrolliert über die Fahrbahn und schlug mit großer Wucht in eine am linken Straßenrand stehende Baumreihe ein. Die Krafteinwirkung war derart massiv, dass die Fahrertür der Zugmaschine aus der Verankerung gerissen wurde. Das Fahrzeug und der Anhänger erlitten bei dem Aufprall Totalschaden. Der Fahrer wurde zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht, erlitt jedoch keine schweren Verletzungen.
Der polnische Lkw-Fahrer konnte durch ein Ausweichmanöver nach rechts eine noch schlimmere Kollision verhindern, geriet dabei jedoch in den tiefen Seitenraum (Berme), wo sich der Sattelzug festfuhr. Zudem sorgte die Berührung für einen Reifenschaden, der einen Einsatz des Pannendienstes erforderlich machte. Erst nach einem Reifenwechsel konnte das Fahrzeug aus dem weichen Untergrund befreit werden und die Fahrt später fortsetzen.
Die Bergung des zerstörten Stückgut-Transporters nahm mehrere Stunden in Anspruch und erforderte eine vollständige Sperrung der Wöstemühle. Die Polizei vor Ort wies erneut auf die extremen Gefahren durch überfrierende Nässe und Blitzeis hin, die insbesondere auf den Nebenstrecken der Region derzeit für gefährliche Situationen sorgen.
Foto: Ulf Zurlutter NWM-TV
