Samtgemeindefeuerwehren führten Großübung durch – Einsatzszenario in Spahnharrenstätte

Spahnharrenstätte. „Brand im Wald am Hellweg. Feuer droht auf Wohnsiedlung überzugreifen. Personen vermisst,“ hieß es am Samstagnachmittag bei der Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehren (FF) der Samtgemeinde Sögel. Rund 100 Einsatzkräfte waren an einer Großübung beteiligt.

Umfassend war die Übung für die Feuerwehren vorbereitet worden. Rund 100 Einsatzkräfte aus Spahnharrenstätte, Sögel, Börger, Berßen und Werpeloh sowie die Einheit „Technische Einsatzleitung/Information und Kommunikation“ (TEL/IuK) Emsland-Nord kamen zum Einsatz.

Zunächst war im Übungsszenario von dem Brand einer im Wald gelegenen Jagdhütte ausgegangen worden. Als sich dann beim Eintreffen der ersten Kräfte der FF Spahnharrenstätte herausstellte, dass mehrere Personen vermisst wurden und das Feuer auf die angrenzende Waldfläche übergegriffen hatte, wurde Großalarm für die fünf Wehren der Samtgemeinde und die TEL/IuK ausgelöst. Ein erster Einsatzschwerpunkt war die Suche und Rettung der vermissten Personen.

Ein weiterer Gefahrenschwerpunkt bestand darin, dass die Wohnsiedlungen am Waldrand von dem sich schnell ausbreiteten Feuer erfasst werden konnten. Die Einsatzkräfte hatten das mit Nebelkerzen simulierte Feuer schnell unter Kontrolle: Es wurden dafür mehrere sogenannte Riegelstellungen aufgebaut, um die Häuser des nahen Wohngebietes vor dem Feuer zu schützen. Dafür mussten über weite Strecken Schläuche verlegt werden. Die Wasserversorgung war durch wasserführende Löschfahrzeuge und eine ausreichende Zahl von Hydranten gesichert. Mit dem Wasserwerfer des Tanklöschfahrzeuges TLF 4000 mit einer Wurfweite von 70 Metern konnte die Abriegelung effektiv unterstützt werden. Gute Dienste bei der Personensuche und der Lagebeobachtung leisteten die Flugdrohnen der Feuerwehren Sögel und Börger.

Parallel waren die Kameraden der Feuerwehr aus Berßen laut einer Übungseinlage in Sögel im Gewerbegebiet „Nordring“ im Einsatz, um dort eine Person zu retten, die auf einem Firmendach einen Unfall hatte. Zum Einsatz kam dabei auch die Drehleiter der Feuerwehr Sögel.

Dier Übungsinhalte haben die Einsatzkräfte, die unter der Gesamteinsatzleitung von Ortsbrandmeister Dieter Steenken standen, laut Sögels Samtgemeindebürgermeister Frank Klaß und Spahnharrenstättes Bürgermeister Konrad Lünswilken sowie Gemeindebrandmeister Heinz Lückenjans gut gemeistert. Den Einsatz mit vier Unterabschnitten koordiniert hatten dabei die von Mathias Klahsen geleitete Technische Einsatzleitung (TEL) des Landkreises Emsland im Abschnitt Nord aus dem Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) heraus. Der ELW 2 ist speziell für mittlere bis größere Einsätze vorgesehen. 

Insgesamt waren rund 100 Feuerwehrfrauen- und Männer mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. Sie wurden zum Übungsschluss mit einem Grillwürstchen und einem kalten Getränk versorgt.

Text und Fotos: SG Sögel/Feuerwehr