Schon das Baby im Bauch kriegt es mit: Psychologin informiert über Auswirkungen von Gewalt auf Kinder
Vortrag im Rahmen der Ausstellung „HerzSchlag“ vom 3. bis 13. März im Rathaus
Die am 3. März startende Ausstellung „HerzSchlag“ im Rathaus Cloppenburg zeigt, was häusliche Gewalt mit den Opfern macht. Welche Auswirkungen das auf Kinder hat und das sogar schon im Mutterleib, darüber spricht die Psychologin Stefanie Thiede-Moralejo in ihrem Vortrag, der im Rahmenprogramm angeboten wird.
In ihrem Vortrag am Mittwoch, 11. März 2026, von 18 bis 19.30 Uhr im Ratssaal erklärt die Referentin die vielfältigen psychischen Folgen häuslicher Gewalt für Kinder und Jugendliche, die sich häufig bis ins Erwachsenenalter hineinziehen. Dabei geht es nicht nur um das geschlagene Kind, sondern auch um miterlebte Gewalt: handgreifliche, aber auch mit psychischer und verbaler Brutalität ausgetragene Konflikte zwischen den Eltern oder in der Familie, bei denen das Kind zum direkten oder indirekten Zeugen wird – und das ggf. auch schon im Mutterleib. Denn: Das Ungeborene bekommt Gewalt auch schon während der Schwangerschaft mit, auch wenn es keine körperliche Auseinandersetzung ist, sondern „nur“ ein seelisch verletzender Streit. Die Referentin wird in ihrem Vortrag erklären, was genau da mit dem Baby passiert und welche Folgen das für sein späteres Leben haben kann.
Darüber hinaus beschreibt die Referentin Warnsignale, an denen Angehörige, Freunde, Nachbarn, Lehrkräfte, Vereinskameraden und andere Menschen im Umfeld Betroffener frühzeitig Gewalteinflüsse erkennen können – und zeigt auf, wie sie helfen und unterstützend handeln können.
Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind online unter
www.cloppenburg.de/ausstellung-herzschlag möglich. Der Vortrag richtet sich an alle, die mit Kindern, Familien, Paaren oder Schwangeren zu tun haben – beruflich, beratend oder privat.
Die interaktive Ausstellung „HerzSchlag – wenn aus Liebe Gewalt wird“ wird am Dienstag, 3. März um 11 Uhr eröffnet, alle Interessierten sind dazu eingeladen. Zu sehen ist sie dann bis zum 13. März 2026 im Rathaus Cloppenburg. Sie wird vom Familienbüro und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Cloppenburg gemeinsam mit der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta und dem DRK Gewaltschutzzentrum organisiert. Anhand lebensnaher Fallbeispiele, Erfahrungsberichte und multimedialer Elemente zeigt sie, wie Gewaltbeziehungen entstehen, welche Warnsignale es gibt und wo Betroffene Hilfe finden können.
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Rathauses im 1. Obergeschoss vor dem großen Sitzungssaal zugänglich. Für Schulklassen ab Jahrgang 9 sowie für andere Gruppen werden Führungen nach Terminabsprache angeboten. Anmeldungen hierfür, wie auch zu weiteren Angeboten im Rahmenprogramm, sind online unter www.cloppenburg.de/ausstellung-herzschlag möglich.

Text: Stadt Cloppenburg
