BlaulichtLingen

Schwerer Verkehrsunfall auf der Frerener Straße: mehrere Kinder verletzt – Großeinsatz für Rettungskräfte in Lingen

Lingen – Ein folgenschwerer Verkehrsunfall hat am frühen Samstagabend gegen 17:37 Uhr einen massiven Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in Lingen ausgelöst. Auf der Frerener Straße kam es zu einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Nissan Note und einem VW Passat, bei dem insgesamt neun Personen verletzt wurden. Unter den Verletzten befinden sich nach offiziellen Angaben sechs Kinder.

Glätte als tückischer Faktor

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei prallte der Nissan Note zunächst gegen einen Bordstein. Durch die Wucht des Aufpralls geriet das Fahrzeug außer Kontrolle, schleuderte in den Gegenverkehr und kollidierte dort frontal mit dem VW Passat. An der Unfallstelle zeugten zahlreiche Trümmerteile und abgesplitterte Bordsteinstücke von der Gewalt des Aufpralls; an beiden Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden.

Die Witterungsverhältnisse spielten bereits bei der Anfahrt der Einsatzkräfte eine entscheidende Rolle. Steffen Tölsner, Pressesprecher der Feuerwehr Lingen, betonte die schwierigen Bedingungen:

„Momentan haben wir wieder Minusgrade zu verzeichnen. Es hat tagsüber Nieselregen, teilweise auch stärkeren Regen gegeben, somit sind die Straßenverhältnisse hier sehr rutschig. Auch auf der Anfahrt zum Feuerwehrhaus hat man festgestellt, dass die Straßen teilweise spiegelglatt waren. Das muss man natürlich auch auf dem Weg zur Einsatzstelle berücksichtigen – gerade wenn man mit Sonderrechten durch die Stadt fährt.“

Massenanfall von Verletzten (MANV)

Aufgrund der hohen Anzahl an betroffenen Personen löste die Rettungsleitstelle das Stichwort „MANV 7“ (Massenanfall von Verletzten) aus. Dieser Alarm sorgt automatisch dafür, dass ein Großaufgebot an Rettungsmitteln koordiniert zur Einsatzstelle entsandt wird.

Die Bilanz vor Ort ergab neun Verletzte: Sechs Personen wurden als „grün“ (leicht verletzt) und drei Personen als „gelb“ (mittelschwer verletzt) kategorisiert. Glücklicherweise war trotz der massiven Fahrzeugbeschädigungen niemand in den Wracks eingeklemmt. Steffen Tölsner erklärte dazu:

Wir waren mit den Feuerwehren Lingen und Baccum sowie einem Großaufgebot des Rettungsdienstes vor Ort. Dazu gehörten ein organisatorischer Leiter, ein leitender Notarzt, sieben Rettungswagen.“

Die Feuerwehr stellte zudem den Brandschutz sicher, klemmte Batterien ab und band auslaufende Betriebsstoffe. Die Frerener Straße blieb während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme voll gesperrt.

Herausforderung: Sechs Kinder unter den Verletzten

Besonders fordernd war der Einsatz für die Retter aufgrund der Tatsache, dass sechs der neun Verletzten Kinder waren. Alle Betroffenen wurden vor Ort medizinisch erstversorgt und anschließend in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen, wobei die witterungsbedingte Straßenglätte als wahrscheinlichste Ursache gilt. Mitarbeiter der Straßenmeisterei waren im Einsatz, um die Unfallstelle großflächig abzustreuen.

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