Sitzung der Stadt- und Gemeindebrandmeister Führung der Feuerwehren traf sich im Kreisgebäude

Am 22.11.2022 trafen sich die Stadt- und Gemeindebrandmeister der emsländischen Feuerwehren im Sitzungssaal des Landkreises Emsland. Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff konnte neben den Führungskräften auch Vertreter des Landkreises, den Regierungsbrandmeister und Teile des Vorstandes der Leitstelle Ems Vechte AöR begrüßen.
Dyckhoff wagte am Anfang die These, dass Corona derzeit kaum ein Thema in den Feuerwehren sei. Vielmehr sei der Angriffskrieg in der Ukraine und seine bis ins Emsland zu spürenden Folgen im Mittelpunkt. Sei es eine Gasmangellage oder ein Blackout – jede Kommune und auch der Landkreis treffen derzeit Vorkehrungen, dagegen gewappnet zu sein. Die Feuerwehren aus Niedersachsen und somit auch aus dem Emsland haben im vergangenen Jahr auch über die eigenen Gemeindegrenzen hinaus ehrenamtliche Hilfe geleistet. Im Rahmen der Kreisbereitschaften waren dieses Einsätze in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Berlin und sogar in Frankreich.
Die Dezernentin des Landkreises Frau Dr. Kraujuttis dankte den Ehrenamtlichen, denn auch in Krisenzeiten sei die Feuerwehr immer zur Stelle. Auch in dieser neuen Zeit. Sie referierte über die Neuerungen auf Kreisebene. Sei es der Personaleinsatz in der Verwaltung und in den Feuerwehrtechnischen Zentralen oder auch die Beschaffung von neuem Material und Fahrzeugen. Viel Technik sei entweder bereits ausgeliefert, in der Beschaffung, bzw. in der Planung, um weiterhin eine sichere Infrastruktur zu gewährleisten. Im Bereich des Katastrophenschutzes gibt es kontinuierliche Treffen, wie mit der Gasmangellage umzugehen sei. Aber auch der sogenannte Blackout, also ein großflächiger Stromausfall, wird mit in die Planungen eingebunden. Im Zuge des Berichts über die kreisweite Beschaffung der neuen Sirenen wies Kraujuttis noch einmal auf den Warntag am 08.12.2022 hin. Hier sollen der Cell Broadcast (Nachrichten die direkt aufs Handy geschickt werden) und auch die Funktionen der verschiedenen Katastrophenschutz-Apps getestet werden.
Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff berichtete, dass die Indienststellung der CBRN-Einheiten im Mai 2022 auch ein großes Lob vom Land Niedersachsen hervorgebracht hat. Landesweit wird es bald neue Führungskomponenten (FühKom) geben. Eine dieser Komponenten wird voraussichtlich auch im Emsland stationiert werden. Ein weiteres Thema um welches sich gekümmert werden muss, ist die satellitengestützte Kommunikation, um im Bedarfsfall weiterhin handlungsfähig zu bleiben.
Michael Speer von der Leitstelle Ems Vechte AöR stellte den Dienstbetrieb vor. Einer aktuellen Hochrechnung zur Folge wird die Leitstelle bis Ende 2022 insgesamt 84.308 Einsätze alarmiert und koordiniert haben. Diese teilen sich auf in 79.849 Einsätze für den Rettungsdienst und 4.459 Einsätze für die Feuerwehren. Derzeit ist eine Telemedizinische Unterstützung für den Rettungsdienst in Planung.
Der Regierungsbrandmeister Röttger freut sich zu berichten, dass derzeit knapp 11.000 Mitglieder in den neun Feuerwehrverbänden vertreten werden. Auch ging er auf rechtliche Neuerungen in den Bereichen Nds. Brandschutzgesetz, Feuerwehrverordnung oder den Erlass für die Kreisfeuerwehrbereitschaften ein. Es muss, so Röttger, auch in Zukunft durch die Verträglichkeit zwischen Beruf und Ehrenamt eine weitere Förderung für den Dienst am Nächsten geben.
Der Kreisjugendfeuerwehrwart Klaus Smit freute sich, dass die Anzahl der Kinder- und Jugendfeuerwehr im Emsland weiterwächst. Derzeit sind kreisweit fünf neue Jugendfeuerwehren in Planungen. Im Sommer konnte endlich wieder nach der coronabedingten Pause das Kreiszeltlager für insgesamt 270 Kinder stattfinden. In Gersten wird es 2023 stattfinden – die Planungen laufen.

Text und Foto: Jens Menke, Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit der Kreisfeuerwehr Landkreis Emsland