SOMEDAY JACOB neues Album „Everybody Knows Something Good“ erscheint am 8. Dezember

Auf ihrem letzten Werk haben Someday Jacob die goldene Sonne Kaliforniens über der norddeutschen Tiefebene aufgehen lassen: „It Might Take A While“ trug an vielen Stellen die DNA des 70s-Folkrock in sich und verwob liebevoll mehrere Dekaden Popmusik zu einem ungewöhnlichen Werk. Überall Melodien! Man wusste gar nicht, wohin man zuerst hören sollte.

SOMEDAY JACOB neues Album "Everybody Knows Something Good" erscheint am 8. Dezember
SOMEDAY JACOB
neues Album „Everybody Knows Something Good“
erscheint am 8. Dezember

Die Arbeit am Lied: Darum geht es bei dem Quartett um Sänger, Gitarrist und Songschreiber Jörn Schlüter. Nicht um schnelle Schlüsselreize, nicht um Selbstinszenierung – und ganz gewiss nicht darum, besser als die anderen zu sein. Musik ist kein Wettbewerb, sondern ein Gespräch. Ist sie es nicht, fühlt sie sich leer an. Jeder weiß etwas Gutes: „Everybody Knows Something Good“.

Für das eben so betitelte neue Werk – es ist insgesamt das dritte – gehen Someday Jacob in die Stadt. Evozierten die Lieder des Vorgängers Wälder und Schluchten, wird der Ton nun etwas konkreter, direkter – „Everybody Knows Something Good“ ist eher ein Haus als eine Wiese. „Die Lieder von der Platte kamen uns wie ein Versteck vor, vielleicht eine Höhle oder ein Baumhaus“, erklärt Schlüter, „die neuen Songs hatten dagegen etwas Unmittelbares, Offenes und Klares. Wir wollten einen Sound, der das ausdrückt.“

Den richtigen Mann dafür fanden Someday Jacob, wie schon zuletzt, in Nashville: Der Grammy®-dekorierte Rick-Rubin-Sidekick Ryan Hewitt (Red Hot Chilli Peppers, Johnny Cash, Avett Brothers, Angus & Julia Stone) setzte die Aufnahmen des Quartetts in Szene. Das Master stammt wieder von Richard Dodd (Tom Petty, George Harrison).

Dass die Zusammenarbeit zwischen den Kontinenten ganz wundervoll funktioniert, hört man zum Beispiel bei „Slow Down“: Das Lied ist ganz und gar Someday Jacob, doch es mischen sich Assoziationen des Late-Seventies-L.A.-Sounds hinein. „Hands Of Love“ dagegen führt geradewegs in das von Musikern wie Jason Isbell bewohnte Americana-Nashville der Gegenwart. Und das bittersüße „Your Medicine“ evoziert den sanften Songwriter-Pop von Josh Rouse bzw. Fleetwood Mac. Und wieder sind überall Melodien!

Dabei wären Someday Jacob nicht sie selbst, wenn nicht auch das Brüchige, Kantige in ihrer Musik steckte.

Bei alldem durchzieht natürlich der musikalische Charakter von Someday Jacob auch das neue Repertoire: Man spürt die ungemeine Entspannung in dieser Musik, die entschleunigt und tief durchatmen lässt und bei allem Schmerzlichen und Unauflösbaren sagt: Hinter den Bergen ist Ruhe.