Sorgsam mit Wasser umgehen – Landkreis Emsland appelliert an Bürgerinnen und Bürger

Meppen. Bereits der Sonderbericht zur Grundwassersituation in den Trockenjahren 2018 und 2019, der im Juni veröffentlicht wurde, gab Anlass für Besorgnis: In Niedersachsen sinken die Grundwasserstände, auch an vielen Stellen im Landkreis Emsland. Darauf wies der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz hin. Landrat Marc-André Burgdorf appelliert vor diesem Hintergrund und der bevorstehenden Hitzeperiode mit Trockenheit, sorgsam mit der Ressource Wasser umzugehen.

„Der Landkreis Emsland ruft – auch im Namen der hiesigen Wasserversorger – dazu auf, bewusst und sparsam Wasser zu verbrauchen“, betont Burgdorf. Dazu gehöre auch der Verzicht auf das Sprengen u. a. von Rasenflächen in den Nachmittagsstunden, da dann die höchste Verdunstung vorliege. Ein Großteil des Wassers komme somit nicht bei den Pflanzen an, belaste aber die Grundwasservorräte, erläutert Burgdorf. Grundsätzlich sollte Trinkwasser nicht für die Bewässerung des Gartens oder das Befüllen von Pools verwendet werden. Wo es möglich ist, sollte auf andere Quellen wie beispielsweise Regentonnen oder Hauswasserbrunnen zurückgegriffen werden.

Bei hohen Temperaturen und lang anhaltender Trockenheit ist der Wasserbedarf höher als an normalen Sommertagen. In den Extremsommern 2018 und 2019 lag der Bedarf sogar deutlich über dem täglichen Jahresmittel und damit in Einzelfällen um bis zu 55 Prozent über dem Jahresdurchschnitt. Auch in diesem Sommer meldeten Wasserversorger im Landkreis Emsland bereits einen deutlich erhöhten Tagesmengenbedarf.

Die Grundwasserstände haben sich von den zwei Dürrejahren 2018 und 2019 noch nicht vollständig erholt. Es ist zu erwarten, dass sich die Grundwasserstände mittel- bis langfristig auf einem niedrigeren Niveau einpendeln.

Text: Landkreis Emsland