„Stärkung des Zivilschutzes notwendig“ – Dienstbesprechung der Stadt- und Gemeindebrandmeister im Kreishaus

In einer hybriden Sitzung hatten sich die Stadt- und Gemeindebrandmeister des Landkreises Emsland sowie die Kreisfeuerwehrführung zu einer Dienstbesprechung im Kreishaus getroffen. Die Teilnahme war als Präsenzform oder auch online möglich.

Kreisbrandmeister Dyckhoff ging in seinem Bericht darauf ein, dass dem Zivilschutz wieder eine größere Bedeutung zukommen muss und es in Zukunft hier wieder zu Investitionen kommen wird. Als Beispiel nannte er den Wiederaufbau der Sirenen, welche als Bevölkerungswarnung und auch als redundante Alarmierungsmöglichkeit für den Katastrophenschutz genutzt werden können. Dazu kommt dann der erweiterte Katastrophenschutz, wofür auch Fahrzeuge beschafft werden.

Zusammen mit der Fa. Künnen wurden Möglichkeiten der Brandbekämpfung bei Elektro-Fahrzeugen dargestellt. Auf dem Parkplatz des Kreishauses standen eine Mulde, in der die Fahrzeuge, wenn die Antriebsbatterie betroffen ist, adäquat viele Stunden gekühlt werden können. Auch eine Möglichkeit der Bergung von Fahrzeugen aus Tiefgaragen, pp. wurde demonstriert.

Als neuer kaufmännischer Vorstand der Leitstelle Ems-Vechte stellte sich Sascha Lehky vor. Zusammen mit dem technischen Vorstand Michael Albers präsentierte er die Zukunftspläne der Leitstelle. Neue Alarmierungsmöglichkeiten, die Nutzung eines Unwetter Clients und auch die Möglichkeit der Fahrzeugabfrage mittels des Kennzeichens (z. B. wichtig bei E-Fahrzeugbränden) erwarten die Feuerwehren in Zukunft.

Christoph Lühn berichtete seitens der Kreisverwaltung, dass die Coronapandemie noch viele Ressourcen beansprucht. Auch die Aufnahme der Flüchtlinge ist derzeit zu planen und zu organisieren. Für die Ausbildung der Feuerwehrleute sind für die Standorte Lingen und Sögel neue Ausbildungsfahrzeuge beschafft worden. Weitere Fahrzeuge für den Katastrophenschutz werden in den nächsten Monaten erwartet oder es wird derzeit eine Markterkundung durchgeführt. Bei einem Treffen der Bürgermeister mit der Kreisverwaltung wurde unter anderem beschlossen, dass bei den samstäglichen Kreisausbildungen die Lehrgangsteilnehmer das Mittagessen nun nicht mehr selbst zahlen müssen. Die Städte und der Landkreis teilen sich die Kosten.

Dyckhoff berichtete, dass der Entwurf zum Niedersächsischen Brandschutzgesetz und der aktuelle Entwurf zum Erlass bzgl. der Kreisfeuerwehrbereitschaften vom Landesfeuerwehrverband abgelehnt wurde. Die Ideen der Strukturkommissionen, welche in 600 Seiten festgehalten wurden, sind allesamt nicht eingeflossen. Die Feuerwehr ist damit nicht zukunftssicher. Die angedachten Regelungen zu den Kreisfeuerwehrbereitschaften ließen Einheitlichkeit, Aufgaben und Fähigkeiten vermissen. Aus seiner Sicht sieht der Kreisbrandmeister die zukünftigen Aufgaben in den Feuerwehrbedarfsplänen im kommunalen Bereich, sowie auf Kreis- und Landesebene.

Text und Foto: Jens Menke Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit der Kreisfeuerwehr Landkreis Emsland