Symbiose von Neu und Alt: Eröffnung des Erweiterungsbaus am Emslandmuseum in Lingen

Lingen. Das schönste Geschenk zum 60. Geburtstag hat er sich einfach selbst gemacht: Passend zum Ehrentag von Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck ist der Umbau des Emslandmuseums in Lingen offiziell eröffnet worden. „Alleine, dass du die Eröffnungsfeier mit diesem besonderen Geburtstag zusammengelegt hast, zeigt wie sehr du mit dem Emslandmuseum verbunden bist“, gratulierte der Erste Vorsitzende des Museumsvereins Wilhelm Brundiers und begrüßte die Gäste zur offiziellen Eröffnung. In rund 16 Monaten Bauzeit ist das Emslandmuseum durch einen Erweiterungsbau ergänzt und umgestaltet worden. „Heute enthüllen wir ein Museumsjuwel, welches über Lingen hinaus Strahlkraft besitzt“, sagte Oberbürgermeister Dieter Krone. Der Erste Kreisrat Martin Gerenkamp ergänzte: „Es ist ein großer Tag für das Emslandmuseum und die Museumslandschaft im Emsland. Das Emslandmuseum ist durch diesen modernen Anbau zu einem Vorbild für umliegende Museen geworden.“

Symbiose von Neu und Alt: Eröffnung des Erweiterungsbaus am Emslandmuseum in Lingen - Foto: Stadt Lingen
Symbiose von Neu und Alt: Eröffnung des Erweiterungsbaus am Emslandmuseum in Lingen – Foto: Stadt Lingen

Rund 2,6 Millionen Euro haben Stadt und Landkreis in den Umbau investiert. Verantwortlich für die Entwürfe und den Umbau ist das Büro Reinders Architekten BDA. „Die reibungslose Umsetzung wäre durch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, namentlich Petra Heskamp und Buket Aksit, nicht vorstellbar gewesen“, bedankte sich der Vorsitzende des Museumsvereins Wilhelm Brundiers. Neben der Stadt Lingen und dem Landkreis Emsland richtete er seinen Dank auch an alle beteiligten Baufirmen und nannte exemplarisch die Firmen Hofschröer, Kreativmetall und Lömker, welche allesamt aus Lingen stammen.

Mit dem 20 Meter langen und 12 Meter breitem Anbau hat das Emslandmuseum gegenüber vom Kutscherhauses einen neuen, barrierefreien Eingangsbereich erhalten. Von dort gelangen die Gäste in den Altbau. Die Symbiose der zwei Gebäude schafft neben zusätzlichen Räumlichkeiten auch viel museumspädagogisches Potential vor Ort.

Der Anbau ist in dunkelrotem Backstein gekleidet und zeichnet sich durch die großflächige transparente Verglasung an drei Seiten aus. Die Eingangshalle mit einer imposanten Deckenhöhe von 4,50 Meter stellt somit einen ansprechenden ersten Berührungspunkt für die Besucherinnen und Besucher dar. In diesem neuen Eingangsbereich befinden sich ein Museumsshop, WC-Anlagen sowie Garderoben und Schließfächer für die Besucherinnen und Besucher. Über eine Treppe im Foyer oder einen Aufzug gelangen Besucherinnen und Besucher zunächst in den zweiten Stock des Gebäudes.

Das Obergeschoss bietet im Altbau großzügige Räumlichkeiten für die neue Dauerausstellung und im Neubau ausreichend Platz für einen Vortrags- und Versammlungsraum sowie einen Gruppenarbeitsraum für Museumspädagogik. Beide Räume sind mit moderner Veranstaltungstechnik ausgestattet. Dem Museum bieten sich durch die neue technische Ausstattung viele Möglichkeiten, die Museumspädagogik besser zu verankern. Durch die Integration diverser Medien können Interessierte die Geschichte Lingens erleben. Dies spricht auch die jüngeren Generationen an: So besuchten bereits 400 Schülerinnen und Schüler der Marienschule die neuen Räumlichkeiten.

„Mit dem Erweiterungsbau macht das Museum einen neuen Sprung in Richtung Zukunft. Der Umbau mag abgeschlossen sein, jedoch ist er für uns ein Anfang, um das Museum und seine Angebote weiter auszubauen“, erklärte Geburtstagskind und Museumsleiter Andreas Eiynck abschließend.

BU (v. li.): Erster Kreisrat Martin Gerenkamp, der Vorsitzende des Museumsvereins Wilhelm Brundiers, Architekt Klemens Hölscher, Architekt Axel Winter, Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck und Oberbürgermeister Dieter Krone Foto: Stadt Lingen
BU (v. li.): Erster Kreisrat Martin Gerenkamp, der Vorsitzende des Museumsvereins Wilhelm Brundiers, Architekt Klemens Hölscher, Architekt Axel Winter, Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck und Oberbürgermeister Dieter Krone Foto: Stadt Lingen

Text und Foto: Stadt Lingen