Telefonmast durchbohrt Frontscheibe – Fahrer überlebt wie durch ein Wunder
Schwerer Verkehrsunfall auf dem Wietmarscher Damm in Geeste
Geeste. Ein Verkehrsunfall mit dramatischen Folgen und einem nahezu unglaublichen Ausgang hat sich am Dienstagmittag auf dem Wietmarscher Damm in Geeste ereignet. Gegen kurz nach 12 Uhr kollidierten ein Opel Crossland und ein Volvo V60 unmittelbar vor einer Hofeinfahrt. Was zunächst wie ein gewöhnlicher Verkehrsunfall erschien, entwickelte sich innerhalb weniger Sekunden zu einem Szenario, das selbst erfahrene Einsatzkräfte aufhorchen ließ.
Kollision während eines Überholmanövers
Nach bisherigen Erkenntnissen wollte ein 27-jähriger Fahrer eines Volvo V60 von einem Hofgrundstück auf den Wietmarscher Damm einbiegen. Dabei übersah er offenbar einen 73-jährigen Opel-Fahrer, der sich zu diesem Zeitpunkt in einem Überholvorgang befand. Für den Senior gab es keine Möglichkeit mehr, rechtzeitig auszuweichen oder zu reagieren. Beide Fahrzeuge kollidierten im Bereich der Hofzufahrt.
Opel wird von der Straße geschleudert
Die Wucht des Aufpralls war erheblich. Am Opel Crossland riss das linke Vorderrad ab, wodurch das Fahrzeug schlagartig unkontrollierbar wurde. Der Wagen schleuderte von der Fahrbahn, prallte zunächst gegen ein Verkehrsschild und anschließend gegen einen Telefonmast. Der Mast zerbrach bei dem Aufprall.
Besonders spektakulär und erschreckend zugleich: Ein Teil des Mastes wurde durch die Frontscheibe des Opels geschleudert und drang auf Höhe des Fahrersitzes in den Fahrzeuginnenraum ein. Nur wenige Zentimeter trennten den 73-Jährigen offenbar von schwersten oder gar tödlichen Verletzungen.
Fahrer hat offenbar mehrere Schutzengel
Trotz des dramatischen Unfallgeschehens erlitt der Opel-Fahrer lediglich leichte Verletzungen. Er wurde vor Ort durch den Rettungsdienst versorgt, musste jedoch nicht in ein Krankenhaus transportiert werden.
Auch der mutmaßliche Unfallverursacher blieb nach einer Untersuchung durch den Rettungsdienst unverletzt. Seine 23-jährige Beifahrerin zog sich leichte Verletzungen zu.
Der schwer beschädigte Opel kam schließlich in einer angrenzenden Böschung an einem Hang zum Stillstand.
Außergewöhnliches Schadensbild für die Einsatzkräfte
Das Unfallbild bot den Einsatzkräften ein außergewöhnliches Szenario. Neben den beiden beschädigten Fahrzeugen sorgten insbesondere der zerstörte Telefonmast, die durchschlagene Frontscheibe, das abgerissene Vorderrad sowie die Endlage des Opels weit abseits der Fahrbahn für ein beeindruckendes Schadensbild.
Für die umfangreiche Unfallaufnahme, die Bergungsarbeiten sowie die Beseitigung der Schäden an der Infrastruktur musste der Wietmarscher Damm über ein elängere Zeit voll gesperrt werden.
Unfallausgang grenzt an ein Wunder
Angesichts der Gesamtumstände sprechen Beobachter von einem Unfall, bei dem der 73-jährige Opel-Fahrer offenbar mehrere Schutzengel gehabt haben muss. Dass ein Mastteil die Frontscheibe unmittelbar vor seinem Fahrersitz durchschlug und der Fahrer dennoch nur leichte Verletzungen erlitt, grenzt nach Einschätzung der Beteiligten an ein Wunder.

Foto: Ulf Zurlutter, NWM-TV
