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Tragödie auf dem Heimweg in Geeste: 20-jähriger Motorradfahrer stirbt nur wenige hundert Meter vor seinem Ziel

Tragödie auf dem Heimweg in Geeste: 20-jähriger Motorradfahrer stirbt nur wenige hundert Meter vor seinem Ziel – Schwerer Zusammenstoß an Einmündung in Geeste

Geeste. Ein schwerer Verkehrsunfall hat in der Nacht zu Sonntag auf der Biener Straße in Geeste ein Menschenleben gefordert. Ein 20-jähriger Motorradfahrer kam bei der Kollision mit einem Kleinwagen ums Leben. Drei weitere Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer.

Der Unfall ereignete sich gegen 2:16 Uhr im Bereich der Einmündung zum Parkplatz am Speicherbecken. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte ein Kleinwagen vom Parkplatz auf die Biener Straße in Fahrtrichtung Lingen einfahren. Dabei wurde der aus Richtung Lingen kommende Motorradfahrer offenbar übersehen. Es kam zu einem folgenschweren Zusammenstoß.

Feuerwehr muss Fahrer aus Kleinwagen befreien

Für die Feuerwehr begann der Einsatz mit dem Alarmstichwort „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“. Beim Eintreffen bestätigte sich diese Meldung. Im Kleinwagen befanden sich drei Personen, der Fahrer war durch die massiven Verformungen in seinem Fahrzeug eingeklemmt.

Mit hydraulischem Rettungsgerät schufen die Einsatzkräfte über die Beifahrerseite eine Rettungsöffnung und befreiten den Schwerverletzten aus dem Fahrzeug.

„Die größte Herausforderung war die technische Rettung des eingeklemmten Fahrers. Durch die starken Deformationen mussten wir zunächst ausreichend Platz schaffen, um seine Beine schonend befreien zu können. Dafür war der Einsatz unseres hydraulischen Rettungsgeräts notwendig“, erläutert Ortsbrandmeister Frank Hilling.

Drei weitere Verletzte

Für den 20-jährigen Motorradfahrer kam trotz des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte jede Hilfe zu spät. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Der Fahrer des Kleinwagens wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus nach Meppen gebracht. Die beiden weiteren Fahrzeuginsassen erlitten leichte Verletzungen und wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Lingen transportiert.

Notfallseelsorge betreut Ersthelfer und Einsatzkräfte

Der tödliche Unfall stellte auch für die zahlreichen Ersthelfer und Einsatzkräfte eine erhebliche psychische Belastung dar. Deshalb wurde eine Notfallseelsorgerin zur Einsatzstelle alarmiert.

„Nach solchen Einsätzen ist es wichtig, dass sowohl unsere Einsatzkräfte als auch die Ersthelfer Unterstützung erhalten. Diese Betreuung wurde an der Einsatzstelle angeboten und auch in Anspruch genommen“, sagt Hilling.

Umfangreiche Unfallaufnahme bis in die Morgenstunden

Die Biener Straße blieb während der Rettungsmaßnahmen und der anschließenden Unfallaufnahme über mehrere Stunden voll gesperrt. Spezialisten der Polizei sicherten Spuren und rekonstruierten den Unfallhergang.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Groß Hesepe und Osterbrock mit fünf Fahrzeugen und rund 27 Einsatzkräften, der Rettungsdienst, die Polizei sowie die Notfallseelsorge.

Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.

Anmerkung der Redaktion: Natürlich liegen uns Bilder dieses Unfalls vor – doch wir verzichten aus Respekt vor den Angehörigen und auch aus Pietätsgründen auf eine Veröffentlichung.