Umzug und Fest zum Abschluss des Pride Month in Nordhorn

Nordhorn. Zu einem bunten Umzug und einem Abschlussfest hatte das Organisationsteam des ersten Nordhorner „Pride Month“ am vergangenen Samstag zum Jugendzentrum eingeladen. Das fröhliche Fest markierte den Abschluss eines Monats mit zahlreichen Informations- und Mitmachangeboten rund um die Themen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt.

Vor dem Feiern wartete noch ein hartes Stück Arbeit auf die beteiligten Jugendlichen: Sie mussten den eigens gestalteten Aktionswagen per Hand und mit Muskelkraft vom Büchereiplatz zum Jugendzentrum ziehen. Eigentlich war dafür der Einsatz eines Traktors vorgesehen gewesen. Dessen Fahrer hatte aber kurzfristig abgesagt. So wurde das gemeinsame Ziehen des Wagens zum passenden Symbol für die umfangreichen Anstrengungen, die Haupt- und Ehrenamtliche in den vergangenen Wochen in die Organisation des Pride Month investiert hatten.

Die eigentliche Abschlussveranstaltung am Jugendzentrum startete somit eine halbe Stunde später, was der guten Laune aber keine Abbruch tat. In ihrem Grußwort bedankten sich die Abteilungsleiterin Jugendarbeit Heike Wolf und die städtische Gleichstellungsbeauftragte Anja Milewski vor allem bei den Initiator*innen der Aktion, der Gruppe „Queer Force“. Die erst kürzlich gegründete lockere Vereinigung junger Personen aus der LGBTQ+-Szene hat mittlerweile bereits über 40 Mitglieder. Von ihnen war die Anregung gekommen, im Juni ein Pride Month-Programm im Nordhorner Jugendzentrum anzubieten. Umgesetzt wurde dies dann gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der städtischen Abteilung Jugendarbeit, der städtischen Gleichstellungsbeauftragten, dem Kulturreferat sowie der Stadtbibliothek, die ebenfalls viel Applaus ernteten.

Bei strahlendem Sonnenschein, mit erfrischenden Obstspießen, Snacks und tanzbarer Musik vom Aktionswagen wurde der erste Nordhorner Pride Month anschließend würdig gefeiert. Das Publikum hätte größer sein können, war aber durchweg gut gelaunt.

Text und Foto: Stadt Nordhorn