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Vegetationsbrand auf der WTD 91 bei Meppen: Hohe Rauchsäule kilometerweit sichtbar

Vegetationsbrand auf der WTD 91 bei Meppen: Hohe Rauchsäule kilometerweit sichtbar – Drohnenbilder zeigen Ausmaß des Vegetationsbrandes – Großeinsatz auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91

Erneut ist es auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) bei Meppen zu einem größeren Brand gekommen. Über dem betroffenen Bereich stand seit dem Mittwochnachmittag eine weithin sichtbare Rauchwolke, die sich über die gesamte Region ausbreitete. Die Rauchsäule war nicht nur in unmittelbarer Nähe deutlich sichtbar – auch in mehr als 20 Kilometern Entfernung war sie noch klar am Himmel zu erkennen, teils sogar darüber hinaus.

Zahlreiche Menschen meldeten die markante Rauchentwicklung aus verschiedenen Teilen des Emslandes. Besonders die Größe der Rauchsäule sorgte vielerorts für Aufmerksamkeit und Erinnerungen an frühere Brände auf dem Gelände.

Alarmierung am Nachmittag – Feuerwehr rückt mit zahlreichen Kräften aus

Gegen 17:41 Uhr wurden zahlreiche Einsatzkräfte unter dem Stichwort „F3 – Fläche groß, Groß Dörgen – Anrufer meldet große Rauchsäule“ alarmiert. Feuerwehrkräfte aus der Umgebung rückten daraufhin in Richtung des WTD-Geländes aus, um die Lage vor Ort zu erkunden und die Brandbekämpfung zu unterstützen.

Nach Angaben der Wehrtechnischen Dienststelle war das Feuer jedoch bereits deutlich früher ausgebrochen. In einer Pressemitteilung vom Abend heißt es, dass „ein Vegetationsbrand am Mittwochnachmittag zur Einstellung des Erprobungsbetriebes auf dem Gelände der WTD 91 in Meppen“ geführt habe. Demnach meldeten Beteiligte eines Erprobungsvorhabens den Brand gegen 15:40 Uhr.

WTD stellt klar: Kein Moorbrand, sondern Vegetationsbrand

Wichtig ist dabei die Einordnung der Wehrtechnischen Dienststelle: Anders als zunächst vielerorts vermutet, handelt es sich nicht um einen Moorbrand, sondern um einen Vegetationsbrand beziehungsweise Oberflächenbrand.

Frank Dosquet, Direktor der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition 91, erklärte dazu: „Aufgrund der starken Winde hat sich der Brand schnell ausgebreitet.“ Gleichzeitig stellte er klar: „Es war aber nur ein Oberflächenbrand.“

Nach seinen Angaben brannte die Vegetation lediglich oberflächlich ab. Tiefere Bodenschichten oder Moorbereiche seien nach aktuellem Stand nicht betroffen. Dosquet betonte: „Die Vegetation ist nur oberflächlich abgebrannt – tiefere Schichten sind nicht betroffen.“

Damit unterscheidet sich das aktuelle Ereignis deutlich vom verheerenden Moorbrand im Jahr 2018, bei dem über Wochen hinweg große Moorflächen brannten und tausende Einsatzkräfte gefordert waren.

Massive Rauchentwicklung durch feuchten Boden

Besonders auffällig war am Mittwoch die enorme Rauchentwicklung über dem Gelände. Die Rauchsäule war über viele Kilometer sichtbar und prägte das Bild am Himmel über dem südlichen Emsland.

Nach Angaben der WTD entstand diese starke Rauchentwicklung vor allem durch die hohe Feuchtigkeit im Boden. In der offiziellen Mitteilung heißt es dazu: Das Feuer habe „wegen der hohen Bodenfeuchtigkeit zu einer starken Rauchentwicklung“ geführt.

Auch WTD-Direktor Dosquet äußerte sich dazu deutlich und sagte: „Die Rauchsäule war schlimmer als das eigentliche Ereignis.“

Gerade diese weithin sichtbare Rauchwolke sorgte in der Region für große Aufmerksamkeit. Viele Menschen konnten sie selbst aus über 20 Kilometern Entfernung noch deutlich erkennen.

Drohnenaufnahmen zeigen Flammen aus der Luft

Wie groß der betroffene Bereich tatsächlich ist, wurde besonders durch aktuelle Luftaufnahmen sichtbar. Drohnenbilder vom Abend zeigen offene Flammenfronten inmitten der Vegetation sowie dichte Rauchschwaden, die sich über das Gelände ziehen.

Aus der Luft lässt sich das Ausmaß des Feuers besonders eindrucksvoll erkennen. Die Aufnahmen dokumentieren die Größe der betroffenen Fläche ebenso wie die intensive Rauchentwicklung über dem Areal.

Nach Angaben von Frank Dosquet sind mindestens 100 Hektar von dem Brand betroffen.

Rund 50 Einsatzkräfte vor Ort – Fläche wird weiter überwacht

Nach Angaben der Wehrtechnischen Dienststelle konnte der Brand durch den schnellen Einsatz der Bundeswehrfeuerwehr eingegrenzt werden. In der Pressemitteilung heißt es, durch den „zielgerichteten Einsatz der Bundeswehrfeuerwehr der WTD 91 mit den vorhandenen modernen Löschfahrzeugen und -gerät“ habe das Feuer unter Kontrolle gebracht werden können.

Unterstützung erhielt die Bundeswehrfeuerwehr von benachbarten Freiwilligen Feuerwehren aus der Region. Laut Dosquet waren „gut 50 Einsatzkräfte der Bundeswehrfeuerwehr und benachbarter Feuerwehren“ im Einsatz.

Auch das gesamte neu angeschaffte Löschgerät sei eingesetzt worden. Dosquet betonte, dass genau diese Technik dazu beigetragen habe, schnell reagieren und das Feuer zügig eingrenzen zu können.

Trotzdem dauern die Maßnahmen vor Ort weiterhin an. Nach Angaben der WTD wird die Fläche aktuell weiter kontrolliert. Außerdem werden mögliche Glutnester überwacht, um ein erneutes Aufflammen des Feuers zu verhindern.

Erinnerungen an 2018 werden wach

Die Bilder der riesigen Rauchsäule und der Brandfläche erinnern viele Menschen in der Region unweigerlich an den Moorbrand von 2018 auf dem Gelände der WTD 91. Damals brannten über Wochen große Flächen, die Rauchentwicklung war überregional sichtbar und tausende Einsatzkräfte waren im Dauereinsatz.

Auch wenn die aktuellen Bilder ähnliche Erinnerungen hervorrufen, macht die Wehrtechnische Dienststelle deutlich, dass die Lage diesmal anders einzuschätzen ist. Nach aktuellem Stand handelt es sich um einen Vegetationsbrand an der Oberfläche – nicht um einen tiefgehenden Moorbrand.

Foto: NWM-TV