„Warmer Geldregen bei kaltem Wetter“ – Charity-Orgateam überreicht Spendenschecks an soziale Einrichtungen

„Warmer Geldregen bei kaltem Wetter“ – Charity-Orgateam überreicht Spendenschecks an soziale Einrichtungen

Strahlende Gesichter, dankbare Worte und viel Lob – was konnte es Schöneres in der kalten Jahreszeit für die Organisatoren der Meppener „Charity meets 80´s“-Partys geben als die überaus positive Resonanz auf ihre Feiern?

Insgesamt 2.500 Euro blieben dann auch am Ende übrig, die nun in kalter Umgebung die Herzen erwärmen ließen.

Doch zurück zum Anfang: Bereits seit 2014 organisieren die Macher der Charity-Partys Veranstaltungen für den guten Zweck für soziale Einrichtungen und Institutionen aus Meppen und naher Umgebung, mit denen diese dann ihrerseits viel bewirken können.

Dabei ist das Muster der Partys eigentlich ganz einfach und ansprechend. Im Vorfeld einer Veranstaltung trifft sich das Orgateam um den ehemaligen Meppener und Exil-Löninger Reinhold Krull, um gemeinsam das Motto der nächsten Party festzulegen.

Da alle Mitglieder so genannte „Kinder der 80er“ sind, die größtenteils ihre Jugend- und junge Erwachsenenzeit im berühmt-berüchtigten Meppener Bermuda-Dreieck zugebracht haben, findet jede Party mit dem Zusatz „Bermuda-Dreieck ft. …“ statt. Wohl jeder Meppener Silver-Ager verknüpft hiermit ja die eine oder andere Anekdote und besondere Erinnerung.

Und im vor wenigen Tagen beendeten Jahr 2022 dürften vor allem die Herzen der weiblichen Bermuda-Fans höher geschlagen haben, denn die Erinnerung brachte sie zurück ins Jahr 1987, dem Jahr, in dem vor nunmehr 35 Jahren der Kultfilm „Dirty Dancing“ von den Leinwänden des Meppener Germania-Kinos flimmerte.

Was lag also näher als in Anlehnung an das wohl berühmteste Filmzitat Dirty Dancings „Ich habe eine Wassermelone getragen.“ die erste Wassermelonenweitwurfweltmeisterschaft durchzuführen. Über die Sieger wurde berichtet, die anwesende Kölner Kultband Tante Käthe verabschiedet, doch über den Erlös wollten nicht die Organisatoren alleine entscheiden.

Diese riefen nämlich in Meppener Facebook-Gruppen die so genannten Follower der Gruppen dazu auf, nun ihrerseits Vorschläge von Einrichtungen und Initiativen zu unterbreiten, denen der Erlös der Party gespendet werden sollte.

Aus den hierbei vorgeschlagenen rund zwanzig Vorschlägen wählte das Orgateam dann die „Top Four“ aus, die sich dann wiederum in einer Endabstimmung den Facebook-Followern stellen mussten. Hierbei durfte natürlich jede der vorgeschlagenen sozialen Einrichtungen ihre Mitglieder und Freunde dazu aufrufen, ebenfalls abzustimmen. Am Ende wurden dann rund eintausend Stimmen abgegeben, mit einem denkbar knappen Vorsprung von nur 14 Stimmen für den Gewinner.

Die Tierrettung Emsland e.V., die neben der Drohnenrettung von Tieren z.B. im Vorfeld der jährlichen Ernte auch von Polizei und Feuerwehr zur Aufspürung vermisster Personen oder von Brandherden angefordert wird, durfte sich dann am Ende über tausend Euro freuen. Jedoch tauschte diese auf Initiative ihres Vorsitzenden Gerd Bruns zwar nicht den Platz, aber den Spendenscheck mit der Zweitplatzierten „Elterninitiative Kinderkrebs in Meppen“.

Sichtlich erfreut über diese tolle Geste, gab die Vertreterin Petra Steffens allzu gerne den 750 Euro-Scheck für Platz 2 an die Tierrettung weiter – eine Aktion die zeigt, dass bei aller Not das Herz bei allen Beteiligten am richtigen Fleck sitzt.

Für 500 Euro durften sich die Emsland Rolli Rugbys einen Wunsch eerfüllen. Dieses Geld hilft bei der Beschaffung von robusten Rollstühlen, mit der die Rollis trotz sehr großen Handicaps bei der Sportart Rugby um die eiförmige Kugel wetteifern können und dabei genauso engagiert zu Werke gehen, wie die nichtgehandicapten Liebhaber dieser etwas robusteren Sportart.

Über 250 Euro und Platz vier freute sich dann auch Michael Marganus, der den Scheck für das Inklusionsfußballteam aus Meppen entgegennahm. Mit dem Geld soll Trainern, Betreuern und Spielern einfach einmal „Danke“ gesagt werden, für ihren Einsatz für den inklusiven Sport und der damit verbundenen Hoffnung, dass die daraus veranstaltete Fete viele Nachahmer findet, damit InduS – Inklusion durch Sport – für alle eine Selbstverständlichkeit wird.

Text und Foto: Ansgar Deters