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Zeltlager St. Marien Nordhorn – Zehn Tage voller Abenteuer:

Zehn Tage ohne Handy, Fernseher und Computerspiele – dafür mit Lagerfeuer, Geländespielen, Fahrradtouren und jeder Menge Gemeinschaft: Das Zeltlager St. Marien Nordhorn war auch in diesem Sommer für viele Kinder und Jugendliche ein ganz besonderes Ferienerlebnis. Seit mehr als 50 Jahren gehört das Zeltlager fest zu den Sommerferien – und auch in diesem Jahr waren wieder über 90 Kinder, Jugendliche und Leiter dabei.

Das Abenteuer begann bereits in Nordhorn. Gemeinsam machten sich die Teilnehmer mit dem Fahrrad auf den Weg nach Hoogstede, wo für die folgenden zehn Tage ihr Zuhause entstand. Doch bevor das Lagerleben überhaupt beginnen konnte, war eine Menge Arbeit nötig: Auf einer Wiese wurde das komplette Zeltlager eigens aufgebaut. Zelte mussten errichtet und die gesamte notwendige Infrastruktur geschaffen werden. Was für Außenstehende nach großem Aufwand klingt, gehört für die Verantwortlichen seit vielen Jahren selbstverständlich dazu.

Möglich wurde das Zeltlager vor allem durch das große Engagement des Leitungsteams. Alle Leiter arbeiten vollständig ehrenamtlich. Sie investieren nicht nur während der zehn Lagertage viel Zeit und Energie, sondern waren bereits lange vorher mit Planung, Vorbereitung und Aufbau beschäftigt. Ihr gemeinsames Ziel: Kindern und Jugendlichen im Alter von sieben bis 15 Jahren zehn abwechslungsreiche und unvergessliche Ferientage zu ermöglichen.

Und langweilig wurde es dabei garantiert nicht. Auf dem Programm standen zahlreiche Spiele und Aktionen. Bei Stadtspielen, Rallyes, Leiter-Posten-Läufen, Planspielen und Nacht-Gelände-Aufgaben-Läufen waren Teamgeist, Geschicklichkeit, Ausdauer und manchmal auch eine gehörige Portion Mut gefragt.

Besonders groß war die Aufregung beim traditionellen „Überfall“. Wie in jedem Jahr versuchten ehemalige Leiter, sich unbemerkt dem Lager zu nähern und die Banner zu stehlen. Für die Kinder hieß es deshalb: aufmerksam bleiben und gemeinsam das Lager verteidigen. Für viele Teilnehmer gehörte diese Nacht zu den spannendsten Momenten der gesamten zehn Tage.

Neben Spielen und Wettkämpfen blieb aber auch Zeit für andere gemeinsame Erlebnisse. So wurde im Laufe des Zeltlagers ein Gottesdienst miteinander gefeiert, und bei einer Disco konnten die Kinder und Jugendlichen tanzen und ausgelassen feiern.

Ein besonderer Mittelpunkt des Lagerlebens war jeden Abend das Lagerfeuer. Nach einem ereignisreichen Tag kamen dort alle zusammen. Zur Gitarre wurde gemeinsam gesungen, es wurde erzählt und gelacht und der Tag in gemütlicher Runde beendet. Gerade diese Abende am Feuer sorgten für eine besondere Lageratmosphäre und gehörten für viele zu den schönsten Momenten der zehn Tage. Den feierlichen Abschluss bildete schließlich das große Abschlussfest, der bunte Abend. Noch einmal kamen Kinder und Leiter zusammen, feierten gemeinsam und blickten auf viele Erlebnisse, Spiele und besondere Momente zurück, bevor es am nächsten Tag wieder nach Hause ging.

Dass das Zeltlager St. Marien auch nach dieser langen Zeit nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat, zeigte sich auch in diesem Jahr. Die Mischung aus Abenteuer, Gemeinschaft, Tradition und ehrenamtlichem Engagement macht das Lager zu etwas Besonderem. Viele ehemalige Teilnehmer kehren später selbst als Leiter zurück und tragen so dazu bei, dass diese Tradition weiterlebt – und auch kommende Generationen zehn unvergessliche Tage im Zeltlager erleben können.

Text und Fotos via Kerstin Wörsdörfer