Zoo Osnabrück: Aktionsstand zum Welt-Elefanten-Tag

Mit dem „Team Elefant Osnabrück“ Dickhäuter unterstützen

Zehn Jahre Weltelefantentag: Diesen Freitag, 12. August, nutzt auch der Zoo Osnabrück den Welt-Elefanten-Tag, um auf die Bedrohung wildlebender Asiatischer Elefanten aufmerksam zu machen. Es gibt einen Informationsstand und viele Mitmach-Aktionen rund um die Asiatischen Großsäuger.


Seit einer privaten Initiative, die auf das Jahr 2012 zurückzuführen ist, wird jährlich am 12. August mit dem „Welt-Elefanten-Tag“ auf die Bedrohung und den Schutz der Dickhäuter aufmerksam gemacht. Der Zoo Osnabrück bietet am kommenden Freitag, 12. August, von 11 Uhr bis 16:00 Uhr mit einem Informationsstand und Bastelaktionen an der Elefantenanlage ein zusätzliches Angebot für die Besucher. Neben einem Stand, an dem es viele Informationen rund um die grauen Riesen geben wird, werden außerdem auch einige Bastelaktionen, unter anderem mit Materialien der Umweltschutzorganisation WWF, angeboten.

Mitglied werden im Team Elefant Osnabrück

In der Wildbahn leben nur noch wenige Tausend Asiatische Elefanten. Die Dickhäuter leiden besonders am zunehmenden Verlust ihres Lebensraums, wie Susanne Gotthard, Asien-Referentin beim WWF Deutschland, erklärt: „Es wird eng für den Asiatischen Elefanten. In der Folge nehmen Konflikte zwischen Elefanten und Menschen zu – mit heftigen Folgen für beide Seiten. Umso wertvoller ist deswegen die Zusammenarbeit zwischen dem Zoo Osnabrück und dem WWF im ‚Team Elefant Osnabrück‘. Gemeinsam setzen wir uns für ein friedliches Zusammenleben von Menschen und Elefanten ein. Damit die bedrohten Riesen auch in Asien eine Zukunft haben. Das ist unsere gemeinsame Mission, für deren Gelingen wir die Unterstützung möglichster vieler Menschen benötigen.“ Mit der Artenschutzkooperation „Team Elefant Osnabrück“ kann jeder zum Helfer werden: Die Mitgliedschaft kostet 9 Euro im Monat. Mit ihrem Beitrag unterstützen die Mitglieder den WWF darin, tödliche Mensch-Elefant-Konflikte beispielsweise im Umfeld des Kui Buri-Nationalparks in Thailand zu verhindern. Gleichzeitig unterstützen die Mitglieder den Zoo Osnabrück beim Umbau der Elefanten-Anlage – diese soll flächenmäßig verdoppelt werden und in Zukunft als „Kui Buri“-Elefantenpark den Osnabrücker Dickhäutern ein Zuhause bieten. Derzeit leben vier Asiatische Elefanten im Zoo Osnabrück: Neben Elefantenbulle Luka komplettieren Elefantenkuh Douanita mit ihrer Tochter Sita und ihrem Sohn Yaro, der 2020 geboren wurde, das Quartett.


Wissenswertes zu Asiatischen Elefanten (Elephas maximus)

Asiatische Elefanten sind etwas kleiner als Afrikanische, erreichen aber trotzdem eine Körpergröße von drei Metern und ein Gewicht von bis zu sechs Tonnen. Sie sind die größten Landsäugetiere Asiens. Asiatische Elefanten ernähren sich von Ästen, Blättern, Baumrinden, Wurzeln, Früchten und Gräsern und benötigen täglichen Zugang zu Wasser. Sie leben überwiegend in Regenwäldern und immergrünen Laubwäldern. Die Tragzeit eines Asiatischen Elefanten beträgt fast zwei Jahre und ist eine der längsten im Tierreich. Das Junge kommt meist mit etwa 100 Kilogramm Körpergewicht auf die Welt. Der Zyklus von Elefantenkühen dauert rund 3 bis 4 Monate, die Oestrus-Phase nur maximal vier Tage. Kälber sind bei der Geburt voll entwickelt. Die Dickhäuter leben in Herden, bestehend aus Weibchen zusammen mit ihrem Nachwuchs. Ältere Bullen leben als Einzelgänger, junge hingegen in Junggesellengruppen. Von der Weltnaturschutzorganisation IUCN wird der Asiatische Elefant als „stark gefährdet“ eingestuft.

Über den Zoo Osnabrück

Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum Zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.728 Tiere aus 285 Arten (Stand 31.12.2021). Die Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Tierwelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). Es folgten der Tigertempelgarten (2014) und der „Orang-Utan Dschungeltempel“ (2017) in diesem Bereich. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“, 2019 und 2020 wurden mit „Mapungbuwe“ die Nashornanlage und die Löwenanlage vergrößert und mit einem Höhenpfad für Besucher versehen. 2022 eröffneten die „Wasserwelten Mariasiel“. 2021 besuchten den Zoo Osnabrück 1.100.000 Besucher.

Text und Foto: Zoo Osnabrück

Bildunterschrift: Mitglieder des „Team Elefant Osnabrück“ unterstützen sowohl die Asiatischen Elefanten in der Wildbahn als auch im Zoo Osnabrück.