Zusatztermin: Lingen im Nationalsozialismus – Herbstvortrag des Stadtarchivs

Lingen. Aufgrund der großen Nachfrage bietet das Stadtarchiv einen weiteren Termin für den Herbstvortrag Lingen im Nationalsozialismus an. Stadtarchivar Dr. Mirko Crabus wird am 12. November (Dienstag), 19 Uhr, im Professorenhaus zu dem Thema referieren.

Im ersten Herbstvortrag des Jahres widmet sich Stadtarchivar Dr. Mirko Crabus dem Thema „Lingen im Nationalsozialismus“ (Foto: Stadtarchiv Lingen).
Im ersten Herbstvortrag des Jahres widmet sich Stadtarchivar Dr. Mirko Crabus dem Thema „Lingen im Nationalsozialismus“ (Foto: Stadtarchiv Lingen).

Bei den Kommunalwahlen im März 1933 hat die NSDAP die Mehrheit verfehlt, erlangte aber dennoch bald die Kontrolle über den Stadtrat. Schrittweise wurden alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens gleichgeschaltet. Während linken Kräften nur die Flucht in den Untergrund blieb, suchte die katholische Kirche einen Weg zwischen Anpassung und Selbstbehauptung. Mit der Reichspogromnacht begann die systematische Verfolgung jüdischer Mitbürger. Von den 21 direkt aus Lingen deportierten Juden überlebte nur eine. Während des Zweiten Weltkriegs waren im Eisenbahnausbesserungswerk zahlreiche Kriegsgefangene im Einsatz. 1944 richteten zwei Luftangriffe schwere Schäden in der Stadt an. Im April 1945 wurde die Stadt schließlich von britischen Truppen befreit.

Der Vortrag von Stadtarchivar Dr. Mirko Crabus versucht einen ebenso differenzierten wie facettenreichen Überblick. Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Text: Stadt Lingen

Foto: Stadtarchiv Lingen