Orkantief Friederike – Großes Lob an die Feuerwehr Lingen, dem THW und allen Helfern – Einsatz bis weit nach Mitternacht in der Waldstraße

Lingen. Orkantief Friederike ist über Norddeutschland hinweg gezogen. Friederike hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, aber unsere Feuerwehren und das THW und auch alle anderen Helfer haben wieder super Arbeit geleistet.

Doch an dieser Stelle möchten wir der Feuerwehr Lingen und auch dem THW und allen in der Nacht Anwesenden für ihre Einsatzbereitschaft ein ganz dickes Lob aussprechen. Wir waren von gestern Morgen bis spät in die Nacht dabei, wie die Kameraden geackert haben und durch einen spektakulären Einsatz dafür gesorgt haben, dass ein ca. 20 Meter Baum, eine Tanne,  nicht auf ein Haus stürzt. Doch fangen wir morgens an.

Straßensperre in der Beckstraße Foto: NordNews.de
Straßensperre in der Beckstraße
Foto: NordNews.de

Gegen halb elf Uhr morgens gab es die ersten Sturmeinsätze in Lingen. In der Beckstraße drohten einige Bäume umzufallen und die Straße wurde zum Teil gesperrt. Bäume wurden gefällt und nach einiger Zeit war die Straße auch für den normalen Verkehr wieder passierbar.

In der Sebastianstraße gestaltete sich die Lage nun schon etwas schwieriger. Unter Einsatz des Leiterwagens wurden Bäume nach und nach so frei geschnitten, dass eine Gefahr gebannt werden konnte.

Doch in der Waldstraße zeichnete sich schon in der Mittagszeit ein heikler und damit auch langwieriger Einsatz für Feuerwehr, THW und viele andere Beteiligten ab. Eine ca. 20 Meter hohe Tanne war durch den Sturm „umgeweht“ worden. Nur der glückliche Umstand, dass eine weitere Tanne auf dem Grundstück stand, verhinderte, dass diese 20 Meter Tanne auf das Haus fiel. Doch nun musste organisiert werden, dass diese 20 Meter Tanne nicht auf das Haus fallen würde.

In mühseliger Arbeit wurden zwei Autokrane organisiert. Einige Autokran-Vermietungen hatten den Auftrag in Hinblick auf die Witterungslage abgelehnt. Gegen 19.00 Uhr trafen dann aber zwei Autokrane in der Waldstraße ein.

Ketten wurden am Baum angebracht um ihn zu halten Foto: NordNews.de
Ketten wurden am Baum angebracht um ihn zu halten
Foto: NordNews.de

Nach und nach zeichnete sich ab, dass die Bergung dieser Tanne spektakulärer sein würde, als angenommen. Durch die Größe konnte diese nicht einfach unten „abgeschnitten“ werden, da sie dann auf das Haus fallen würde. Somit sicherte das THW aus einem Korb heraus die Tanne mit „Ketten“. Diese „Ketten“ und damit dann auch die Tanne wurden von dem zweiten Kran gehalten.

Der Korb mit den THW Kameraden wurde von dem anderen Kran in verschiedene Höhen gebracht, damit nach und nach das Astwerk entfernt werden konnte.

Aufgrund des hohen Gewichtes der Tanne konnte diese nicht vollständig sofort neben das Haus gelegt werden. Erst nach dem Entasten, also gegen kurz nach 1 Uhr morgens, war dieses möglich.

Die Tanne drohte auf das haus zu fallen Foto: NordNews.de
Die Tanne drohte auf das haus zu fallen
Foto: NordNews.de

Sämtliche, an der Einsatzstelle befindlichen Feuerwehrleute, THW – Kameraden und alle anderen Helfer haben hervorragende Arbeit geleistet. Bei Temperaturen nahe dem Nullpunkt waren die Aufräumarbeiten natürlich noch bis in die frühen Morgenstunden durchzuführen.

Die Einsatzkräfte, die teils schon morgens gearbeitet haben und auch die Einsatzkräfte, die seit den frühen Morgenstunden aufgrund des Sturmes gearbeitet haben, haben die ganze Zeit hochkonzentrierte Arbeit geleistet. Das Haus konnte gerettet werden. Die Tanne konnte neben dem Haus unter Zuhilfenahme der Krane abgelegt werden.

Natürlich haben auch alle anderen Hilfsorganisationen in Deutschland hervorragende Arbeit geleistet, doch wir waren gestern in Lingen, während der ganzen Zeit dabei und können nur sagen: „Hut ab, ihr habt unseren vollsten Respekt!“