Busbahnhof am Nagelshof mit neuem Gesicht


Meppen. Durch die umfassende Neugestaltung des Omnisbusbahnhofes am Nagelshof wurde nicht nur das Ziel des barrierefreien Ausbaus erreicht. Der Bereich punktet auch in Sachen Funktionalität.

In den vergangenen Jahren wurden Bushaltestellen im Stadtgebiet barrierefrei gestaltet. „Im Personenbeförderungsgesetz ist das Ziel definiert, bis zum Jahr 2022 eine vollständige Barrierefreiheit für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs zu erreichen“, erklärt hierzu Wilhelm Berling, Fachbereichsleiter Öffentliche Ordnung. Im vergangenen Jahr startete die umfangreiche Umbaumaßnahme am Busbahnhof zwischen den Berufsbildenden Schulen und dem Emsbad. Nach Gesprächen mit der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) in Hannover und den regionalen Busunternehmen wurde dem Ingenieurbüro Dr. Schwerdhelm & Tjardes, das auch den Verkehrsentwicklungsplan für die Stadt erstellt hat, der Planungsauftrag erteilt. Mit der Ausführungsplanung war die Ingenieurgesellschaft Lindschulte mbH beauftragt.

Die beteiligten Firmen und Unternehmen sowie Vertreter der Stadt machen sich vor Ort ein Bild von dem neu gestalteten Busbahnhof am Nagelshof. Foto: Stadt Meppen
Die beteiligten Firmen und Unternehmen sowie Vertreter der Stadt machen sich vor Ort ein Bild von dem neu gestalteten Busbahnhof am Nagelshof. Foto: Stadt Meppen

„In einem straffen Zeitplan von gerade einmal drei Monaten hat die Firma Johann Bunte die Maßnahme umgesetzt“, lobte Volker Arents, Fachbereichsleiter Tiefbau, den reibungslosen Ablauf. Auch Bürgermeister Helmut Knurbein bedankte sich bei allen Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit. Seinen Dank richtete er auch an den Beauftragten für Menschen mit Behinderungen und zugleich Fachausschussmitglied Walter Teckert, der die Maßnahme begleitet hat, zum Pressetermin jedoch leider nicht vor Ort sein konnte.

„Ein besonderes Anliegen war es uns auch, die Busunternehmen miteinzubeziehen, um die Gegebenheiten vor Ort auch und insbesondere mit einem praktischen Auge zu betrachten“, so der Rathauschef. Auch die Emsländische Eisenbahn als Aufgabenträger des ÖPNV war in die Überlegungen involviert. Es stellte sich heraus, dass die bisherige Anordnung von vier Verkehrsinseln in der Mitte des Areals nicht optimal ist. Diese wurden im Zuge der Baumaßnahme zu einem großen Bussteig zusammengefasst, vier weitere gibt es an den Randbereichen, wodurch der Busbahnhof insgesamt für acht Gelenkbusse ausgerichtet ist.

Neben der vollständigen Barrierefreiheit ist somit auch eine Verbesserung der Fahrdynamik erreicht worden. Die Gesamtkosten des Maßnahmenpakets liegen bei rund 800.000 Euro. Hieran haben sich das Land mit 75 Prozent und der Landkreis mit 12,5 Prozent beteiligt.

Text und Foto: Stadt Meppen