Landrat macht sich Bild von neuer Sporthalle – Zweifeld-Sporthalle in Passivhausstandard funktioniert

Papenburg. Die neue Sporthalle des Gymnasiums Papenburg ist fertiggestellt und wurde nun offiziell von Landrat Marc-André Burgdorf, Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (Stadt Papenburg) und den örtlichen Kreistagsabgeordneten gemeinsam mit der Presse besichtigt. Zugleich konnten die Besucher erste Eindrücke von den begonnenen Arbeiten am Erweiterungsbau erhalten.

„Die Sporthalle ist nicht nur Ausdruck einer guten interkommunalen Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Emsland und der Stadt Papenburg, sondern steht auch für sich als ein gelungener Bau, der optimal für die Anforderungen durch den Schul- und Vereinssport geeignet ist“, sagte Burgdorf.

Bei der Sporthalle handelt es sich um eine im Passivhausstandard errichtete Zweifeld-Sporthalle. Der größer dimensionierte Neubau – die abgängige Halle war eine Einfeld-Sporthalle – wird auch den steigenden Schülerzahlen des Gymnasiums gerecht. Insgesamt rund 954 Schülerinnen und Schüler besuchen das Gymnasium aktuell. Von April 2018 bis Oktober 2019 wurde die neue Halle für rund 4,1 Mio. Euro errichtet. Besonders ist, dass in der Sporthalle insgesamt acht Umkleidekabinen entstanden sind, davon vier für die Hallennutzung und vier für die Nutzer des nebenan geplanten Kunstrasenplatzes der Stadt Papenburg.

Den symbolischen Schlüssel übergab Architekt Andreas Schwerdt (schomaker+henschel) an Landrat Marc-André Burgdorf vor der neuen Sporthalle bei schönstem Wetter.(Foto: Landkreis Emsland)
Den symbolischen Schlüssel übergab Architekt Andreas Schwerdt (schomaker+henschel) an Landrat Marc-André Burgdorf vor der neuen Sporthalle bei schönstem Wetter.(Foto: Landkreis Emsland)

Anfang 2017 war die Halle wegen statischer Mängel geschlossen und wenige Monate später abgerissen worden. Nach engen Abstimmungen mit der Stadt Papenburg konnte mit einer Fläche nahe der städtischen Heinrich-von-Kleist-Schule (Oberschule) ein geeignetes Grundstück gefunden werden, welches die Stadt zur Verfügung stellte. Es wurde vereinbart, zusätzliche Umkleiden für den Sportbetrieb des städtischen Sportplatzes zu schaffen.

Der Erweiterungsbau am Gymnasium wird aufgrund der Wiedereinführung des G 9 (neunjähriges Gymnasium) und den steigenden Schülerzahlen notwendig. Er entsteht auf der Fläche, auf der zuvor die Sporthalle ihren Platz hatte. Im Oktober 2019 haben die Bauarbeiten für das Gebäude begonnen. Etwa 1750 m² Nutzfläche sollen entstehen. Im Einzelnen soll der Neubau fünf allgemeinen Unterrichtsräumen, jeweils drei Kunst- und Musikräumen sowie einer Bibliothek Platz bieten. Darüber hinaus wird ein Atrium errichtet und die Kunsträume aus dem abgängigen Kunsttrakt werden im Neubau integriert. „Mit diesem Neubau schaffen wir eine zukunftsgerechte Lösung“, sagt Burgdorf.  Der Neubau wird durch einen Verbindungsgang im Obergeschoss vom Altbau erreichbar sein. Das Gebäude wird im Passivhaus-Standard erstellt

Die Fertigstellung ist für Mai/Juni 2021 geplant. Die Kosten belaufen sich nach heutigem Stand auf rund 5 Mio. Euro. Darin ist der Abriss des Kunsttraktes nicht enthalten.

Text und Foto: Landkreis Emsland