„Antiheld“ wollen mit Straßenköter-Pop erneut die Herzen der Nordhorner erobern

Nordhorn. Irgendwann ist auch der schönste Musiksommer des städtischen Kulturreferats vorbei: In diesem Jahr sorgt die Stuttgarter Band „Antiheld“ mit ihrem ganz eigenen rockigen Urban Straßenköter-Pop am Samstag, den 10. August ab 19.30 Uhr dafür, dass das diesjährige Finale der beliebten Konzert-Reihe laut, rau und einzigartig wird.

Die Jungs um den charismatischen Leadsänger Luca Opifanti haben bereits bei ihrem Auftritt vor zwei Jahren bewiesen, dass sie den Stadtpark rocken können. Nun kommen die „Antihelden“ wieder: im Gepäck haben die die Jungs neue Songs, die es ab dem 30. August 2019 auch auf dem neuen Album „Goldener Schuss“ zu hören gibt, und ihre inzwischen legendären Ohrwürmer wie „Berlin am Meer“ vom Debüt-Album „Keine Legenden“ – und na klar bringen die Stuttgarter auch wieder jede Menge Lust auf das besondere Open-Air-Feeling im Stadtpark mit!

Ihr Stil ist sehr charakteristisch und hebt sich wohltuend vom Mainstream ab: Der locker-flockige Akustik-Gitarrenfolk-Sound mit rauer, eindringlicher Gesangsstimme und Akkordeon ist dabei zwar eingängig, aber eben nicht glatt. Fans von „Mumford & Sons“ oder auch „AnnenMayKantereit“ (nicht zuletzt weil Opifantis Stimme ebenso so reibeisig daher kommt) kommen voll auf ihre Kosten.

Und so haben sich die sympathischen Stuttgarter Jungs seit ihrem letztem Besuch in Nordhorn mit ihrer eigenen musikalischen Interpretation von deutschem Indie-Rock, den sie selbstironisch treffend als „Urban Straßenköterpop“ bezeichnen, einen festen Platz in der Musiklandschaft erspielt. Nicht zu Unrecht gilt „Antiheld“, die dem Akkordeon in der Welt des Indie-Rocks zu einer tragenden Rolle verhalfen, schon jetzt als eine der nächsten Bands, die auf dem Weg nach ganz „oben“ sind. Bei Festivals wie den legendären „Southside“ oder „Hurricane“ zählen sie inzwischen schon zu Stammgästen, Supporteinladungen bei Rea Garvey, „Boss Hoss“ oder Max Giesinger und vielen mehr bilden dabei nur die ersten Meter auf der musikalischen Karriereleiter der spielfreudigen und sympathischen fünf Musiker Luca Opifanti, André Zweifel, Henry Kasper, Theo Balbig und Arne Brien. Egal, ob man ihren Stil nun mit „Urban Folk“, „Rio Reiser & Sons“ oder eben als „StrassenköterPop“ beschreibt: „Antiheld“ machen deutschsprachige Popmusik, rau, ehrlich – mit Quetschkommode!

Die poetisch-klaren Texte von Songwriter Opifanti treffen direkt ins Herz und bringen nicht zuletzt auch den politischen Zeitgeist auf den Punkt. Sicher, die Musik darf auch mal “heldenhaft“ sein, leidenschaftlich sowieso: Opifanti schreckt in seinen ehrlichen, authentischen Songs nicht vor großen Refrains und drastischen Worten zurück. Pathetisch? Ja. Kitschig? Nein. Hooklines wie „Ich will dich küssen, wenn die ganze Welt brennt“ sprechen von Emotionen, die jeder schon durchgemacht hat. Liebe und Schmerz, Heldentum und Scheitern sind immer direkt nebeneinander, echt „antiheld-isch“ eben. „Schon ihr erstes Konzert war vor zwei Jahren ein Highlight“, erinnert sich Kerstin Spanke, Leiterin des Kulturreferats. „Wir freuen uns daher auf ein fulminantes Finale des Musiksommers – laut, rau und rockig.“

Um die Konzertabende im Park kulinarisch abzurunden, gibt es ein gastronomisches Angebot an Getränken und kleinen Speisen. Außerdem bietet das Kulturreferat die Möglichkeit, sich für die Veranstaltung vor Ort Picknickdecken auszuleihen, auf denen von groß bis klein alle Musikfans Platz finden und so das Konzert bequem genießen können.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist wie immer frei.

Foto: Sara Bertschinger

Text: Stadt Nordhorn