Brennender Lkw – Fahrer fährt zur Feuerwehr in Meppen

Meppen. Kuriose Einsätze gibt es immer wieder. Doch dass ein brennender Lkw direkt zur Feuerwehr fährt, haben die Einsatzkräfte bislang nur einmal vor einigen Jahren erlebt. Doch heute wiederholte sich die Situation.

Ein Lkw Fahrer, der von Hamburg in Richtung Niederlande unterwegs war, bemerkte am Dienstagabend kurz hinter Haselünne, dass es aus dem Ladebereich „verbrannt“ gerochen hat. Er hielt den LKW an, prüfte die Ladung und stellte einen Schwelbrand fest. Er selber löschte diesen Schwelbrand dann mit einem Pulverlöscher. „Ich habe dann einfach oben alles auf gelassen, zudem war es ja noch am regnen, daher dachte ich, dass das alles jetzt gelöscht war!“, erzählt uns der Lkw Fahrer.

Doch während der Fahrt loderte der Schwelbrand wieder auf. „Ich wollte jetzt keinen auf einer Raststätte gefährden! Daher habe ich mit Google gesucht, wo die nächste Feuerwehr ist“, erklärt er weiter.

Gesagt getan. Google sagte, dass die Feuerwache in Meppen am nächsten ist, er gab die Adresse ins Navigationsgerät ein und setze den Notruf über die 112 ab.

Glücklicherweise war zudem heute noch der Dienstabend bei der Feuerwehr und zudem noch Schulungen. Am Feuerwehrhaus in Meppen angekommen, begannen sofort die Löscharbeiten.

Der Lkw, welcher mit Schrott und Plastik beladen war, war aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Die Freiwillige Feuerwehr Meppen löschte die Ladung mit Wasser und mit Schaum. Verletzte Personen gab es keine.

Nachdem die Freiwillige Feuerwehr Meppen die Ladung „gelöscht“ hatte (Schwelbrand) konnte der Fahrer seine Fahrt fortsetzen. Ein brennender Lkw fährt direkt zur Feuerwehr – ein Einsatz, der selten ist.

Hier die offizielle Pressemitteilung der Feuerwehr Meppen:

Am heutigen Dienstabend wurde die Feuerwehr Meppen zu einem LKW Brand am Feuerwehrhaus Meppen alarmiert. Direkt vor dem Feuerwehrhaus stand ein mit Schrott beladener Sattelzug und qualmte aus dem Auflieger. Der Fahrer, der von Hamburg in die Niederlande unterwegs war bemerkte während der Fahrt einen ungewöhnlichen Geruch. Bei Haselünne stoppte er sein Fahrzeug und bemerkte eine Rauchentwicklung auf dem Auflieger. Er versuchte noch mit einem Pulverlöscher den Qualm zu ersticken aber ohne Wirkung. Er „googelte“ welche nächstgelegene Feuerwehr sich auf seiner Route befindet und fuhr zum Feuerwehrhaus nach Meppen. Mit Löschwasser und Schaum konnte der Schwelbrand auf dem Auflieger unter Atemschutz gelöscht werden. Der Schrott musste nicht entladen werden. Es kamen keine Personen zu Schaden. Zur Brandursache kann seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.
Text: Sven Lammers, Pressesprecher, Feuerwehr Meppen