Nordhorn-Almelo-Kanal: Rückkehr zum Allee-Charakter

Nordhorn. Das Ostufer des Nordhorn-Almelo-Kanals zwischen der Brücke am Kanalweg und der Südtangente ist stark zu gewuchert. Die Stadt Nordhorn beabsichtigt nun, diese Seite des Kanals bis auf die vorhandenen Roteichen freizulegen und so den ursprünglichen Allee-Charakter wieder herzustellen, der entlang fast aller Wasserwege in Nordhorn vorherrscht. Ziel ist es, dadurch die Umweltbedingungen für den Kanal zu verbessern und gleichzeitig die Attraktivität der Land- und Wasserwege zu steigern.

Im Stadtentwicklungsausschuss fand der Vorschlag der Verwaltung am Montag, den 18. Dezember 2017 die ungeteilte Zustimmung der Politik. Begonnen werden soll mit einem ersten Teilabschnitt zwischen der Brücke am Kanalweg und der Brücke Daimlerstraße. Zwei weitere Bauabschnitte sollen möglicherweise folgen, sobald die Erfahrungen mit dem ersten Abschnitt ausgewertet wurden. Im Rahmen der geplanten Maßnahmen sollen lediglich sogenannte Pionierbaumarten wie beispielsweise Birken sowie Sträucher entfernt werden. Die vorhandenen Alleebäume werden erhalten und ergänzt.

Durch mehr Licht soll die Wasserqualität im Kanal verbessert werden. Zurzeit verdeckt der Aufschlag das Gewässer fast komplett. Unter anderem durch das viele Laub enthält das Kanalwasser sichtbar zu viele Nährstoffe. Auch ist die Wasserstraße an dieser Stelle kaum noch mit Booten befahrbar. Der Radweg, der eigentlich eine der Hauptachsen des Nordhorner Radverkehrsnetzes darstellt, wird in den Abend- und Nachtstunden von vielen Bürgerinnen und Bürgern als zu dunkel empfunden und daher gemieden.

In den vergangenen Jahren hatten immer wieder Bürgerinnen und Bürger, insbesondere aus dem Stadtteil Blanke, angeregt, die Situation am Kanal zu verbessern. Die Stadt Nordhorn freut sich, diesem Wunsch nun nachkommen zu können. Den endgültigen Beschluss zu diesem Wasserstadtprojekt wird der Verwaltungsausschuss im Januar 2018 treffen.

Text und Foto: Stadt Nordhorn