Ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuer voller Tatendrang – Stadt Haren (Ems) informiert über Ukraine-Hilfe

Zu einem Austausch hatte die Stadt Haren (Ems) rund 50 ehrenamtlich in der Flüchtlingsbetreuung Engagierte eingeladen. Erster Stadtrat Dieter Sturm und die Flüchtlingsbeauftragte Ljiljana Topalovic gaben einen aktuellen Überblick und freuten sich über die weiterhin hohe Hilfsbereitschaft der Ehrenamtlichen.

Neben den 172 Schutzsuchenden aus der Ukraine hat die Stadt Haren (Ems) im laufenden Jahr weitere 39 Flüchtlinge aus anderen Nationen aufgenommen. Im gesamten Jahr 2021 waren es 87, so Sturm. Im Vergleich zur Situation 2015/2016 sei man mit Ausbruch des Krieges in Osteuropa besser vorbereitet gewesen, weil viele Strukturen bereits vorhanden waren. Dennoch wäre die große Anzahl der Kriegsflüchtlinge nicht ohne die vielen Wohnungs- und Unterstützungsangebote leistbar gewesen.

Neben der Unterbringung stünde nun die Vermittlung von Sprachkenntnissen sowie die Bildung und Betreuung der Kinder im Mittelpunkt. In den Harener Schulen würden aktuell 22 ukrainische Kinder beschult; 43 Flüchtlingskinder besuchen eine Kindertagesstätte, davon 5 ukrainische Kinder. Mit der Fiktionsbescheinigung könnten Ukrainer sofort eine Beschäftigung suchen. Ab Juni würden sie in die Zuständigkeit des SGB II fallen und damit durch die Fallmanager für den Arbeitsmarkt qualifiziert werden können. Eine Willkommensveranstaltung für die Ukrainer sei in Planung. Ziel sei es, die Integration schnell voranzutreiben, für die Unterstützung dankte Sturm den ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuern. Wunsch vieler Ukrainer sei es, dass der Krieg ein schnelles, friedliches Ende finde und sie in ihre Heimat zurückkehren könnten. Bis dahin wolle man guter Gastgeber sein, so Sturm.

Text und Foto: Stadt Haren / Ems